Wettingen
Open-Air: Notnagel entpuppt sich als wahrer Glücksfall

Das Open-Air nutzt einen unglücklichen Ausfall und verpflichtet Schweizer Newcomer. Das OK setzt hohe Ansprüche an sich.

Luca Belci
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Die Bühne steht bereit und das Open-Air-OK um Nadine Markwalder und Marco Meier (3. v. r.) schwitzt gewaltig. LBE

Die Bühne steht bereit und das Open-Air-OK um Nadine Markwalder und Marco Meier (3. v. r.) schwitzt gewaltig. LBE

Luca Belci

Pünktlich zum Ferienbeginn verwandelt sich das Wettinger Zentrum wie in den vergangenen 42 Jahren in eine Festhütte. Drei Tage lang nimmt das «Wettiger Fäscht» das Gebiet um das Rathaus und die Bezirksschule in Beschlag.

1000 Franken Prämie: Fest-OK fördert Dekoration

Wer am «Wettiger Fäscht» die schönste Dekoration bieten kann, gewinnt 1000 Franken. Das Fest-OK hat dieses Jahr einen Deko-Wettbewerb lanciert: «Wir möchten schöne Festbeizen belohnen und mehr Dekoration fördern», erklärt Mediensprecher Urs Blickenstorfer. Eine Jury bestehend aus jeweils einem Vertreter von Fest-OK, Politik, Vereine, Künstler und dem Preissponsor Physioflex AG wird am Sonntag um 17.15 Uhr auf der Rathausbühne den Sieger verkünden. Die rund 30 Festbetriebe werden nach dem Gesamteindruck, dem Umfang der Dekoration und ihrer Originalität bewertet. «Wer das ‹Wettiger Fäscht›-Logo in die Dekoration miteinbezieht, erhält zusätzliche Punkte», erklärt er. Das «Wettiger Fäscht» verfügt über kein eigenes Motto, deshalb dürfen die Vereine jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen. (LBE)

«Kadebostany» neu engagiert

Dieses Jahr hatte das Organisationskomitee mit einem unerwarteten Problem zu kämpfen. Die deutsche Band «Hundreds» – der Headliner für den Freitagabend – musste ihren Auftritt aufgrund einer Stimmbandentzündung der Sängerin kurzfristig absagen. «Das war ein grosser Schock für uns, doch wir mussten sofort einen Ersatz finden», erklärt Band-Verantwortliche Nadine Markwalder.

Wenige Tage darauf war es soweit: «Zum Glück konnten wir so kurzfristig die Band ‹Kadebostany› engagieren.» Die junge Genfer Popgruppe war letztes Jahr für drei «Swiss Music Awards» nominiert.

Das Open-Air-OK lässt sich die Newcomer etwas kosten: «Wir mussten dafür spontan auf Sponsorensuche gehen und konnten viele in unserem Freundeskreis finden», sagt Markwalder.

Dafür werden sie alle an einen kleinen Apéro eingeladen. «Auf diese Lösung bin ich besonders stolz. Wir hatten trotz Zeitdruck echtes Glück im Unglück», ergänzt sie.

Höhere Ansprüche an sich selbst

Die Brühlwiese hinter dem Rathaus sieht dieses Jahr wieder etwas attraktiver aus: «Die Vereine Jungwacht, Lacrosse und Pfadi bauen je eine eigene Bar, so zeigt sich das Open Air wieder etwas vielfältiger», sagt OK-Präsident Marco Meier. In den letzten beiden Jahren waren ihre Barbetriebe jeweils in einem grossen Zelt untergebracht.

«Auch wir stellen immer höhere Ansprüche an uns selbst», erklärt Meier. Bei der Musik habe er in den letzten drei Jahren – seitdem das neue Organisationskomitee am Werk ist – eine stetige Verbesserung feststellen können. «Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass wir aktuell über genügend Know-How und die nötige Ausrüstung verfügen, um grössere und bekanntere Acts verpflichten zu können», sagt er.

Hochkarätige Headliner

Freitag 3. Juli:
18.30 Uhr The Pedestrians
19.45Uhr Cristallin
21 Uhr Undiscovered Soul
22.30 Uhr Kadebostany
0 Uhr Goldfinger Brothers (Festzelt)

Samstag 4. Juli:
17.30 Uhr Marcello Attie & Band
19 Uhr Yellow Teeth
20.15 Uhr The Gardener & The Tree
21..45 Uhr From Kid
23.15 Uhr Go Go Berlin (DK)
00.30 Uhr DJ Captain Teis (Festzelt)

Musik bis 2 Uhr, Festende jeweils um 3 Uhr.

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