Wettingen

Open-Air: Notnagel entpuppt sich als wahrer Glücksfall

Die Bühne steht bereit und das Open-Air-OK um Nadine Markwalder und Marco Meier (3. v. r.) schwitzt gewaltig. LBE

Die Bühne steht bereit und das Open-Air-OK um Nadine Markwalder und Marco Meier (3. v. r.) schwitzt gewaltig. LBE

Das Open-Air nutzt einen unglücklichen Ausfall und verpflichtet Schweizer Newcomer. Das OK setzt hohe Ansprüche an sich.

Pünktlich zum Ferienbeginn verwandelt sich das Wettinger Zentrum wie in den vergangenen 42 Jahren in eine Festhütte. Drei Tage lang nimmt das «Wettiger Fäscht» das Gebiet um das Rathaus und die Bezirksschule in Beschlag.

Über 30 Vereine bieten den Gästen unterschiedlichstes Essen, eine Vielzahl an kühlen Getränken und Musik für jeden Geschmack. Das Open Air auf der Brühlwiese hat sich in den letzten 19 Jahren zum mit Abstand grössten Publikumsmagneten gemustert.

«Kadebostany» neu engagiert

Dieses Jahr hatte das Organisationskomitee mit einem unerwarteten Problem zu kämpfen. Die deutsche Band «Hundreds» – der Headliner für den Freitagabend – musste ihren Auftritt aufgrund einer Stimmbandentzündung der Sängerin kurzfristig absagen. «Das war ein grosser Schock für uns, doch wir mussten sofort einen Ersatz finden», erklärt Band-Verantwortliche Nadine Markwalder.

Wenige Tage darauf war es soweit: «Zum Glück konnten wir so kurzfristig die Band ‹Kadebostany› engagieren.» Die junge Genfer Popgruppe war letztes Jahr für drei «Swiss Music Awards» nominiert.

Das Open-Air-OK lässt sich die Newcomer etwas kosten: «Wir mussten dafür spontan auf Sponsorensuche gehen und konnten viele in unserem Freundeskreis finden», sagt Markwalder.

Dafür werden sie alle an einen kleinen Apéro eingeladen. «Auf diese Lösung bin ich besonders stolz. Wir hatten trotz Zeitdruck echtes Glück im Unglück», ergänzt sie.

Höhere Ansprüche an sich selbst

Die Brühlwiese hinter dem Rathaus sieht dieses Jahr wieder etwas attraktiver aus: «Die Vereine Jungwacht, Lacrosse und Pfadi bauen je eine eigene Bar, so zeigt sich das Open Air wieder etwas vielfältiger», sagt OK-Präsident Marco Meier. In den letzten beiden Jahren waren ihre Barbetriebe jeweils in einem grossen Zelt untergebracht.

«Auch wir stellen immer höhere Ansprüche an uns selbst», erklärt Meier. Bei der Musik habe er in den letzten drei Jahren – seitdem das neue Organisationskomitee am Werk ist – eine stetige Verbesserung feststellen können. «Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass wir aktuell über genügend Know-How und die nötige Ausrüstung verfügen, um grössere und bekanntere Acts verpflichten zu können», sagt er.

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