Baden
Organisierte Dunkelheit: Weitere Quartiere löschen nachts die Lichter

Dättwil und Kappelerhof bleiben ab Montagnacht dunkel. In Notfällen kann die Stadtpolizei die Lichter innert einer Minute im gesamten Stadtgebiet einschalten.

Sabina Galbiati
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Im Quartier Allmend bleibt es zwischen 1 Uhr und 5 Uhr dunkel.

Im Quartier Allmend bleibt es zwischen 1 Uhr und 5 Uhr dunkel.

AZ/Archiv

Das Lichterlöschen der Stadt Baden geht in die nächste Runde. Ab Montag werden neu in vier Quartieren nachts die Lichter ausgeschaltet.

Zu den bisherigen Stadtteilen Rütihof und Allmend/Münzlishausen kommen die Quartiere Dättwil und Kappelerhof hinzu. Auch dort bleiben künftig die Strassen in den Nächten von Montag bis Freitag von 1 bis 5 Uhr dunkel.

Die Erfahrungen in den Quartieren Rütihof und Allmend/Münzlishausen, würden zeigen, dass es in den Quartieren zu keinen negativen Folgen gekommen sei und die Vorteile überwiegen würden, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt.

Die Nachtabschaltung soll nun schrittweise auf alle Quartiere der Stadt ausgedehnt werden. Ausgenommen von der organisierten Dunkelheit bleibt die Innenstadt.

Die Stadt hat die Regionalwerke AG Baden beauftragt, zum Schutz der öffentlichen Sicherheit ein Lichtversorgungskonzept zu entwickeln und zu installieren, damit die Stadtpolizei im Notfall das Licht innert einer Minute im gesamten Stadtgebiet einschalten kann. Zu Notfällen zählt die Stadt unter anderem: Verkehrsunfälle, Brände, Suchaktionen. Damit sei dem Sicherheitsbedürfnis der Bewohnerinnen und Bewohner Rechnung getragen.

Mit der Nachtausschaltung will die Stadt die Lichtverschmutzung reduzieren, Energie und Kosten sparen. Mit dem Start in den ersten zwei Quartieren spart die Stadt zwischen 25 000 und 30 000 Franken pro Jahr. Ist das gesamte Projekt dereinst realisiert, könnte die jeweils vierstündige Dunkelheit rund 100 000 pro Jahr sparen. Das entspricht einem Fünftel der jährlichen Beleuchtungskosten der ganzen Stadt.

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