Wettingen

Ortsbürger investieren 2 Millionen in Schartenfels

Die erste Sanierungsetappe des Schlosses Schartenfels in Wettingen auf dem Lägerngrat ist abgeschlossen. Bald wird das rund 120 Jahre alte Schloss wieder aussehen wie einst.

Statt der gewohnten Zinnen dominieren immer noch Baugerüste das Wettinger Restaurant Schartenfels.

Doch Csaba Dul, der für den Umbau zuständige Mitarbeiter der Bauverwaltung, verspricht: «Wenn es die Witterung zulässt, werde die Zinnen in den nächsten Tagen wieder montiert.»

Erst danach wird das rund 120 Jahre alte Schloss Schartenfels wieder aussehen wie einst. Bereits fertig sind die Arbeiten im Innern, das Restaurant ist wieder offen.

Zum Bauvorhaben musste die kantonale Denkmalpflege ihre Zustimmung geben. Sie hatte verlangt, dass die auf dem Dach montierten Wärmetauscher der neuen Lüftungsanlage niedriger sein müssen als ursprünglich geplant.

Damit wurde verhindert, dass die Wärmetauscher die Erscheinung des Gebäudes beeinträchtigen. Das kostete die Ortsbürger zusätzlich rund 70 000 Franken.

Sehr grosse Freude hat Wirt Gian Riederer an der neuen Kochinsel in der Küche: «Wir haben nun 16 Kochplätze, damit können wir viel effizienter arbeiten.»

Ein wichtiger Aspekt, denn allzu viel Platz ist in der Küche nicht vorhanden. Zudem wurde die gesamte Lüftungsanlage erneuert und die Wände sowie Decken neu gestrichen.

Das Schloss Schartenfels und die Ruine Stein sind ein prägendes Ensemble im Limmattal. Dazu tragen auch die beiden neun Quadratmeter grossen Flaggen bei, die über den auf Felsspornen stehenden Gebäuden wehen.

Zudem künden seit diesem Jahr während der Fasnacht nicht nur auf der Stein, sondern auch auf dem Schloss Schartenfels, schwarz-gelbe Banner von der närrischen Zeit.

Erker kommt in einem Jahr

Der markanteste Eingriff steht dem Schloss Schartenfels in einem Jahr bevor. Im Rittersaal soll auf der Seite nach Ennetbaden ein grosser Erker mit raumhoher Glaswand eingebaut werden.

Eine statisch nicht ganz einfache Sache, denn die ursprünglich geplante Stütze darf nicht gebaut werden, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen. «Im Schartenfels wollen die Gäste am Fenster sitzen, mit dem Erker können wir diesem Wunsch auch im Rittersaal nachkommen», sagt Emil Bosshard, Präsident der Ortsbürgerkommission.

Es gibt keinen Ort, von dem aus die Aussicht auf das Limmattal so schön ist wie vom Schartenfels aus. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Ortsbürger rund 2 Millionen Franken in ihr Restaurant investiert haben.

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