Pandemie
BNO-Entscheid vertagt: Ehrendinger Gemeindeversammlung fällt coronabedingt erneut ins Wasser

Die anstehende «Gmeind» in ausserhalb des Dorfes abzuhalten kam für den Ehrendinger Gemeinderat nicht infrage. Deshalb verzögern sich weitere Entscheide um die Bau- und Nutzungsordnung.

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Gemeindeammann Urs Burkhard (links) erklärte im März die neue BNO mit Gemeinderat Yvan Mülli (rechts).

Gemeindeammann Urs Burkhard (links) erklärte im März die neue BNO mit Gemeinderat Yvan Mülli (rechts).

Alexander Wagner

Die Gemeindeversammlung über die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) in Ehrendingen hätte am 28. Mai stattfinden sollen. Jetzt wird sie coronabedingt verschoben – erneut. Bereits im Oktober 2020 hätte die BNO verhandelt werden sollen. Doch schon damals fiel die Veranstaltung Corona zum Opfer. Die steigenden Fallzahlen sowie die Vorgaben des Kantons verhindern wiederum eine coronakonforme Durchführung der Gemeindeversammlung in den Ehrendinger Liegenschaften. Auch eine Durchführung im Freien ist aufgrund des Wetters zu unsicher, wie der Gemeinderat mitteilt.

Die «Gmeind» in einer umliegenden Gemeinde durchzuführen ist für den Gemeinderat nie infrage gekommen, wie er in einer Mitteilung schreibt. Dies unter anderem aufgrund der hohen Anzahl zu erwartenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, bestätigt Manuela Lehmann, stellvertretende Gemeindeschreiberin, auf Nachfrage. Nicht in allen Gemeinden wird jeweils so entschieden: Sogar die Kantonsgrenze überschritten haben 240 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus Weiach. Sie stimmten in Fisibach dafür, dass die Schülerinnen und Schüler der beiden Zurzibieter Gemeinden Fisibach und Kaiserstuhl weiterhin in ihrem Dorf zur Schule gehen dürfen.

Die zur Diskussion stehende Ehrendinger BNO stammt noch aus den Jahren 1998/99 und wurde bei der Fusion zwischen Ober- und Unterehrendingen im Jahr 2005 zu einer zusammengefasst. Sie bedarf nun einer Totalrevision. Doch neben Corona stellen sich andere Stolpersteine in den Weg. Im Februar erreichte eine Petition mit 277 Unterschriften die Gemeinde. Diese hätte eine «Sorge über die Entwicklungen im Dorf» ausdrücken wollen. Konkret ist das Thema «Verkehr »Stein des Anstosses, dabei kommt unter anderem die neue Bau- und Nutzungsordnung (BNO) unter die Räder.

Gemeinderat überarbeitet Masterplan

Zudem startete der Gemeinderat im März mit dem «Forum 5420» eine Informationsoffensive. Er wollte der Bevölkerung dabei einen ausführlichen und übersichtlichen Einblick in die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland geben. Im Mehrzweckraum im Schulhaus Dorf wurde ein Infozentrum mit zahlreichen Infotafeln, Plänen und Grafiken aufgebaut. Dieses konnte auf Voranmeldung bis Ende März besucht werden. Zur gleichen Zeit hielt der Gemeinderat seine Strategietage, an denen er den Masterplan überarbeitete. Beim Masterplan handelt es sich laut Gemeinderat um ein informelles Planungsinstrument. Die Pläne sollen im Juni mit der Bevölkerung diskutiert werden.

Die Planungskredite für ein neues Feuerwehrmagazin, einen neuen Werkhof und die Zusammenlegung der Gemeindeverwaltung werden verschoben. Der Bau einer Mehrzweckhalle wurde mit grosser Priorität in den Masterplan aufgenommen.