2. Liga
Patt im Abstiegsgipfel

Die 2.-Liga-Kellerkinder Sarmenstorf und Würenlos trennen sich 1:1. Die Konkurrenz über dem Strich sagt Danke. Sarmenstorf und Würenlos teilten sich in einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel die Punkte.

Ruedi Burkart
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Patt im Abstiegsgipfel

Patt im Abstiegsgipfel

70 Minuten lang schien Aufsteiger Sarmenstorf auf dem besten Weg, den ersten Sieg der Saison einzufahren. Die Freiämter hatten mehr vom Spiel als die erschreckend harmlosen Gäste aus dem Limmattal. Das einzige Manko war die Torausbeute. Sven Kochs «Abstauber» bereits in der sechsten Minute war schlicht zu wenig angesichts der zahlreichen guten Möglichkeiten des Heimteams. Und als Sarmenstorfs Joker Kilian Erni eine weitere Chance nicht zu verwerten vermochte (72.), kam der Bruch im Spiel der Gastgeber.

Vertauschte Rollen

Auf einmal waren es die bis dahin offensiv inexistenten Würenloser, die das Heft in die Hand nahmen. Angetrieben vom unermüdlichen Mittelfeldläufer und Captain Dino Schmidt setzten sie die auf unerklärliche Weise passiven Sarmenstorfer schon in deren Platzhälfte un-
ter Druck. «Ich habe gemerkt, dass das irgendwie nicht gut kommt», bilanzierte Sarmenstorfs Trainer Kudi Müller nach Spielschluss. Sein Gefühl sollte ihn nicht täuschen. In der 83. Minute stand den Würenlosern zwar noch der Pfosten im Weg. Doch fünf Zeigerumdrehungen später durfte Bushati nach einer penaltyreifen Intervention von Goalie David Keusch Anlauf nehmen. Keusch entschärfte den Schuss zwar, doch weil seine Vorderleute bereits gedanklich beim nahenden Samstagabend-Ausgang waren und nur zuschauten, staubte Irfan Iljazi zum Schlussresultat von 1:1 ab.

Konsternation auf der einen, Freude über den unerwarteten Punkt auf der anderen Seite. Auf die Frage, warum sein Team erst in den letzten 20 Minuten druckvoll nach vorne marschierte, zuckte Würenlos-Trainer Federico Valente die Schultern. «Tja, das würde ich auch gerne wissen.» Immerhin attestierte er seinem Team Durchhaltewillen in dieser schwierigen Situation. «Und für die Moral ist der späte Ausgleich natürlich Gold wert.»

Sarmenstorf ärgert sich

Gänzlich anders präsentierte sich die Gemütslage von Sarmenstorfs Trainer Kudi Müller. Er ärgerte sich masslos darüber, dass einige in seinem Team noch nicht realisiert zu haben scheinen, «dass sie nicht mehr in der 3.Liga spielen». Letzte Saison hätte man eine solche Partie noch gewonnen, «doch in der
2.Liga muss von den Spielern mehr kommen».

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