Baden
Peinliche Fehlinvestition? Der erste fixe Blitzer im Aargau funktioniert nicht richtig

Seit drei Monaten ist der erste fixe Blitzer an der Gstühl-Kreuzung in Baden in Betrieb. Doch offenbar funktioniert er nicht wie gewünscht. Nun wurde auch eine mobile Radarfalle aufgestellt.

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Trotz grossem Widerstand ist der erste fixe Blitzer im Aargau seit drei Monaten in Betrieb. 300'000 Franken kostete die Überwachungsanlage insgesamt. Doch offenbar entspricht sie den technischen Anforderungen nicht. Dies berichtet 20 Minuten. Nur wenige Meter davon entfernt wurde nun ein provisorischer, mobiler Blitzer aufgestellt.

«Die Verkehrssituation an der Kreuzung im Gstühl stellt sich als sehr komplex dar», erklärt Martin Brönnimann von der Stadtpolizei Baden gegenüber der Zeitung. Die «hohen Anforderungen an die technische Verkehrsüberwachung» könnten derzeit in Fahrtrichtung Zürich und Bern leider nur ungenügend erfüllt werden, so Brönnimann weiter. Wie er gegenüber der AZ präzisiert, ist nur die Geschwindigkeitsmessung in diese Richtung betroffen, nicht aber in Richtung Brugg. Auch wer das Rotlicht überfährt in diese beiden Richtungen, wird geblitzt.

Das sorgt für Kritik bei Stefan Huwyler, Präsident der Aargauer Verkehrskonferenz (AVK): «Dass man ihn bereits nach wenigen Monaten technisch aufrüsten muss, wirft weitere Fragen auf», sagt Huwyler. Er sei nach wie vor der Meinung, dass der Blitzer nur aus rein finanziellen Interessen installiert wurde.

Der mobile Blitzer.

Der mobile Blitzer.

pz

Handelt es sich beim Blitzer um eine Fehlinvestition? Die Anpassungen an der neuen Anlage zählen offenbar als Garantiefall und sollen kostenlos sein. Bis auf Weiteres bleibt die mobile Blitzanlage in Betrieb.

Fixer Blitzer in Baden – mehr Verkehrssicherheit oder nur Geldmacherei? Ausschnitte aus dem Talk-Täglich vom 30. Juni:

Tele M1 «testete» den Badener Blitzer nach seiner Inbetriebnahme Anfang Juli:

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