Künten

Perkussionist Peter Staubli ist im blauen Arbeitergewand aufgetreten

Der Musikverein, der seit 40 Jahren auf Top-Niveau spielt, feierte ein ganzes Wochenende lang seinen 125. Geburtstag. Fast das ganze Dorf war auf den Beinen und der Gemeindeammann kam als Festredner zum EInsatz.

Dass ein Verein in der heutigen Zeit seinen 125. Geburtstag feiern kann, ist nicht selbstverständlich. Dass dieser Verein Musik macht und seit 40 Jahren auf Top-Niveau spielt, ist eine gewaltige Leistung. Die Rede ist vom Musikverein Künten. Das Jubiläumskonzert unter der Leitung von Stefan Märki war ein Genuss.

«Weisst du, die spielen jetzt etwas gaaanz Schweres», erklärte der Moderator und Komiker Knitti seinem frechen Pinguin Rudi: «Die spielen jetzt die Ouvertüre aus ‹Nabucco›». Und schon wähnten sich die Zuhörer nicht mehr in der vollbesetzten Mehrzweckhalle von Künten sondern sie reisten in Gedanken zur Mailänder Scala und zum berühmten Gefangenchor von Giuseppe Verdi.

Gemeindeammann war Festredner

Doch dies war erst der Anfang. Mit dem Titel «Ich hatte einen Traum» aus dem Musical «Les Miserables» fühlte sich das Publikum bald eingebettet von Klängen. Der Musikverein bot einige Höhepunkte: zum Beispiel die «Amboss-Polka», wo Perkussionist Peter Staubli gleich mit dem, blauen Arbeitergewand auf die Bühne kam und mit dem Hammer im Takt der Musik einen echten Amboss traktierte. Oder das berühmte «Katzen-Duett» von Gioachino Rossini, wo sich die beiden Solisten Marc Good, am Cornet, und Sonja Wendel, an der Posaune, zum nächtlichen Stelldichein trafen. Da wurde das Zuhören ein echter Höhepunkt.

Was wäre aber ein Jubiläumskonzert ohne Festredner? Diese Ehre hatten Gemeindeammann Werner Fischer und Kurt Obrist, Präsident des Aargauischen Musikverbands. Beide lobten die hervorragende Vereinskultur und den Teamgeist des Musikvereins: Auch, oder besonders in einer Zeit, wo es schwierig sei, Vereine am Leben zu erhalten.

CD wurde getauft

Im Anschluss an das Konzert spielten die «Heidegg Musikanten» unterhaltende Klänge und draussen im Festzelt war Barbetrieb angesagt. DJ Karl Ray und die Bands «Nostalcic Brass» und «Brasscode» brachten den Wendelihoger zum Beben. Am Sonntag ging es weiter mit einem gemütlichen Frühstücksbrunch, eine CD aus der Feder des Dirigenten Stefan Märki wurde getauft und zum Schluss ging die bekannte Kinderband «Silberbüx» auf Räuberjagd. (SBR)

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