Limmattal
Peter C. Beyeler engagiert sich als Lobbyist für Limmattalbahn

Die Allianz Pro Limmattalbahn fördert die Idee des neuen schienengebundenen Verkehrsmittels. Alt Regierungsrat Peter C. Beyeler ist Co-Präsident will dafür Kontakte zu Politikern pflegen. Das Limmattal brauche gute Verkehrsbedingungen.

Dieter Minder
Drucken
Teilen
Peter C. Beyeler engagiert sich als Co-Präsident der Allianz Pro Limmattalbahn für das neue Verkehrsmittel im Limmattal.

Peter C. Beyeler engagiert sich als Co-Präsident der Allianz Pro Limmattalbahn für das neue Verkehrsmittel im Limmattal.

Alex Spichale

Ab 2019 soll die Limmattalbahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs zwischen Zürich Altstetten und Killwangen-Spreitenbach bilden. Auf der rund 13,4 km langen Strecke wird sie 27 Haltestellen bedienen. Die Kosten sind auf rund 600 Millionen veranschlagt.

In seiner Botschaft zu den Agglomerationsprogrammen anerkennt der Bundesrat die Bedeutung der Bahn. Er will deren Bau mit einem Beitrag von 35 Prozent unterstützten.

Für das Projekt verantwortlich ist die Limmattalbahn AG, im Auftrag der Kantone Aargau und Zürich. Wie die Allianz Pro Limmattalbahn das Projekt fördert, erklärt deren Co-Präsident Peter C. Beyeler.

Welche Funktion muss die Limmattalbahn übernehmen?

Peter C. Beyeler: Das Limmattal muss als Wohnraum mit hoher Qualität weiter entwickelt werden. Es darf nicht zu einem Siedlungsbrei verkommen. Mit dem Agglomerationspark, der von den Kantonen Aargau und Zürich sowie den Planungsgruppen getragen wird, können wir dies erreichen. Wichtig ist, dass jetzt die Weichen gestellt werden, damit der Wohn- und Erholungsraum optimal miteinander verbunden wird. Diese Entwicklung bedingt gute Verkehrsverbindungen, und dafür wird die Limmattalbahn gebaut.

Wieso engagieren Sie sich als ehemaliger Baudirektor des Kantons Aargau für die Limmattalbahn?

Im Jahr 2002 haben wir innerhalb der Plattform Aargau-Zürich die Idee für einen neuen Verkehrsträger im Limmattal lanciert. Der Kanton Zürich hat unsere Idee aufgenommen, und seither wird das Projekt gemeinsam vorangetrieben. In kurzer Zeit konnten wir ein Trassee festlegen, das ist ein grosser Erfolg. Das Projekt ist sehr wichtig, weshalb ich mich heute noch gerne engagiere.

Welche Funktion hat die Allianz Pro Limmattalbahn im Projekt?

Die Allianz ist eine Interessengemeinschaft, und sie will die Idee des Verkehrsträgers Limmattalbahn noch intensiver in der Bevölkerung und in der Politik verankern. Und weil es ein kantonsübergreifendes Projekt ist, wird die Allianz von einem Co-Präsidium geführt. Nationalrat Hans Egloff vertritt den Kanton Zürich und ich vertrete den Kanton Aargau.

Weshalb braucht es die politische Unterstützung?

Der Bund finanziert die Limmattalbahn zum Teil über das Agglomerationsprogramm. Hier steht die Bahn in Konkurrenz mit Agglomerationsprojekten in anderen Landesteilen. Deshalb braucht sie auch politisches Lobbying, damit genügend Geld zur Verfügung gestellt wird. Dafür setzt sich die Allianz ein.

Wie wollen Sie das erreichen?

Die Allianz hat sich das Ziel gesetzt, ausführlich über das Projekt zu informieren. Deshalb publiziert sie regelmässig einen Newsletter und spricht Politiker an. Verbindungen pflegen wir auch über die rund 50 Mitglieder des Ausschusses der Allianz Pro Limmattalbahn. Die meisten sind Politiker auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene.

Aktuelle Nachrichten