Daniela Oehrli ist ehemalige Stadträtin und Sozialvorsteherin von Baden. Unter ihrer Federführung wurde der geheizte Unterstand auf dem Bahnhofplatz ins Leben gerufen. Am Projekt «Pfuusbus» ist sie wesentlich beteiligt.

Frau Oehrli: Vor einigen Jahren gab es eine Notschlafstelle an der Mellingerstrasse. Sie wurde zu wenig genutzt. Trotzdem kommt jetzt der «Pfuusbus»?

Daniela Oehrli: Sie können diese beiden Projekte nicht vergleichen. Damals waren die Eintrittsbedingungen für die Randständigen sehr hoch. Die Folge: wenig Übernachtungsgäste. Das neue Angebot hat eine tiefere Eintrittsschwelle. In dieser Form kann das keine Gemeinde bieten.

Trotzdem: 440 000 Franken für den Bus ist eine schöne Stange Geld.

Rund die Hälfte finanzieren wir mit Freiwilligenarbeit. Und das Projekt ist immer noch günstiger, als ein ganzes Haus zu führen.

Wie steht es um die Sicherheit auf dem Gelände?

Drogen, Alkohol und Waffen sind verboten. Und der Verein für Notschlafstellen wird eng mit der Polizei zusammenarbeiten.

Die Anwohner beim Werkhof werden vermutlich trotzdem keine Freudensprünge machen.

Grundsätzlich finden sie das Projekt sinnvoll. Sie gaben aber zu bedenken, dass sie schon durch den Lärm beim Werkhof und den Verkehr belastet seien.