Der Regionalplanungsverband (Repla) Rohrdorferberg-Reusstal wird sich möglicherweise auflösen. Grund: Der Repla ist zu klein und hat keine professionelle Geschäftsstelle.

Weiter sind 5 der 13 Gemeinden bereits Doppelmitglied bei anderen Replas, «was oft zu Doppelspurigkeiten geführt hat», weiss Gregor Naef, Präsident Repla Rohrdorferberg-Reusstal.

Und: Die Verbandsgemeinden hätten gegenüber früher weniger gemeinsame Interessen, sagt Naef, ohne weiter darauf eingehen zu wollen.

Kleinster Verband des Kantons

«Der Vorstand des Repla Rohrdorferberg-Reusstal hat sich bereits im letzten Jahr mit der Zukunft und der Reorganisation des Verbands beschäftigt», erklärt Naef.

Nach dem Austritt von Fischbach-Göslikon und Eggenwil umfasse der Repla Rohrdorferberg-Reusstal nur noch 13 Gemeinden. «Somit gehört er zu den kleinsten im Kanton.»

Birmenstorf, Oberrohdorf, Niederrohrdorf und Fislisbach seien Doppelmitglied bei Baden Regio. «Bellikon ist Doppelmitglied beim Repla Mutschellen-Reusstal-Kelleramt.»

Neue Lösung wird angestrebt

Der Regierungsrat will grössere, professionalisierte Replas. «Wir konnten uns bisher keine Geschäftsstelle leisten», sagt Naef.

An der Vorstandssitzung vom 15. November 2012 sei der Entscheid gefällt worden, dass eine Weiterführung in diesem Umfang nicht mehr infrage komme.

«Deshalb wird jetzt eine neue Lösung angestrebt.» Wie diese aussieht und wann diese umgesetzt wird, ist noch unsicher.

«Wir führen intensive Verhandlungen mit Nachbar-Replas, weshalb wir noch kein Konzept vorlegen können», sagt Naef.

Informiert wird am 10. April, nach der Vorstandssitzung des Repla. Sicher sei, dass der Verband bis zur Auflösung weiterfunktioniere.