Mägenwil

Platzmangel im Schulhaus: 18 Millionen für neue Schulanlage

Visualisierung: Glaswände zwischen Foyer und Doppelturnhalle sollen eine lichtdurchflutete Anlage ergeben.

Visualisierung: Glaswände zwischen Foyer und Doppelturnhalle sollen eine lichtdurchflutete Anlage ergeben.

Die Schülerzahlen in Mägenwil steigen und steigen. Die bestehende Schulanlage ist an ihren Grenzen angelangt. Deshalb soll sie für insgesamt 18,6 Millionen Franken erweitert werden.

Das Projekt für die neue Schulanlage besteht aus zwei Komponenten: die Erweiterung des Schulhauses und den Bau einer Doppelturnhalle für 17,6 Millionen Franken sowie ein zweites Obergeschoss auf dem Schulhausneubau für 1 Million Franken. Was schlussendlich realisiert wird, entscheiden die Stimmberechtigten an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 25. September.

Turnhalle für den Schulsport

Das Schulhaus Mägenwil wurde in den 70er-Jahren erstellt und in den 90er-Jahren zur heutigen Anlage erweitert. Bisher wurden im Dorf die Jugendlichen der 1. bis 5. Klasse unterrichtet. Mit der steigenden Einwohnerzahl und dem Wechsel zum Schulsystem 6/3 muss auch Platz für die 6. Primarklasse geschaffen werden.

«Es besteht ein Bedarf an weiteren Unterrichts-, Gruppen- und Betreuungsräumen sowie einer Doppelturnhalle», betont der Gemeinderat. Zudem sind die Sportvereine und der Schulsport auf eine Doppelturnhalle angewiesen. Sanierungsbedarf besteht jedoch auch bei den WC-Anlagen und der Heizung. Aus all den Gründen lancierte die Gemeinde 2011 einen Wettbewerb. Als Sieger ging das jetzt zur Realisierung vorgeschlagene Projekt «Agora» hervor.

Um den nötigen Platz zu erhalten, soll das bestehende Schulhaus in westlicher Richtung erweitert werden. Dieser Anbau kann sowohl zwei- wie dreistöckig erstellt werden. Mit der zweistöckigen Ausführung würde der bestehende Platzbedarf gedeckt. Der Gemeinderat prognostiziert aufgrund des Bevölkerungswachstums weiter steigende Schülerzahlen.

Deshalb schlägt er vor, auf dem Neubau eine zusätzliche Etage für 1 Million Franken zu erstellen. Diese soll aber vorerst nur als sogenannter Edelrohbau ausgeführt werden. Konkret heisst dies, vorerst sind nur Fassade und rudimentäre Innenausbauten sind vorgesehen. Die weiteren Installationen aber auch die Böden sollen erst bei Bedarf eingebaut werden.

Ein ähnliches Reserveprogramm plant die Gemeinde bei den Turnhallen. Vorerst soll eine Doppelturnhalle gebaut werden. Sie ist so konzipiert, dass sie später um eine dritte Turnhalle ergänzt werden könnte. Die neue Doppelturnhalle ist als Holzbau vorgesehen, in dem das Tragwerk sichtbar bleibt. Der Eingangsbereich wird als Foyer mit Küche gestaltet, sodass er für weitere Anlässe genutzt werden kann.

Gemeindeversammlung

Donnerstag, 25. September, 19.30 Uhr,
Turnhalle Mägenwil.

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