Bellikon
Platzmangel wegen Umbau: Klinik richtet ein Provisorium in Dättwil ein

Weil die Rehaklinik Bellikon seit dem Sommer 2013 für rund 300 Millionen Franken um- und ausgebaut wird, absolvieren 50 Patienten ab Januar ihre Therapie in Baden-Dättwil.

Erna Jonsdottir
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Visualisierung: So sieht die Terrasse der Rehaklinik Bellikon nach dem Umbau/Neubau im Jahr 2017 aus.

Visualisierung: So sieht die Terrasse der Rehaklinik Bellikon nach dem Umbau/Neubau im Jahr 2017 aus.

HO

Die Rehaklinik Bellikon hat bei der Stadt Baden ein Baugesuch für die Umnutzung eines Gewerbehauses in ein Provisorium im Ortsteil Dättwil eingereicht. Die Liegenschaft befindet sich im Langacker 20, zwischen «Jumbo» und «Beldona».

Wie Direktor Toni Scartazzini bestätigt, will die Klinik dort für drei Jahre einen Teil der Arbeitsorientierten Rehabilitation anbieten. Rund 50 Patientinnen und Patienten sollen ab Januar 2015 mithilfe eines Shuttle-Dienstes tagsüber einen Teil ihrer Reha in Baden-Dättwil absolvieren.

«Den Mietvertrag für das Parterre sowie Räume im dritten Stock haben wir unterzeichnet», erklärt Scartazzini. Um den Therapiebetrieb zu gewährleisten, sollen die bestehenden Räume umgebaut werden.

«Im Parterre entsteht ein medizinisches Trainingszentrum, im dritten Stock unter anderem Therapieräume für Einzel- und Gruppentherapien, ein Aufenthalts- und Verpflegungsbereich sowie Büros.» Scartazzini rechnet damit, dass die Stadt Baden das Baugesuch für den entsprechenden Innenausbau demnächst bewilligen wird.

Grund für die Auslagerung der Arbeitsorientierten Rehabilitation ist das Bauprojekt in Bellikon: Seit dem Sommer 2013 wird die Klinik für rund 300 Millionen Franken um- und ausgebaut, die Arbeiten sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Ende 2013 wurde zwar ein grosses Therapie-Provisorium mit Therapieräumen, Büros und Sitzungszimmern auf dem Klinikareal bezogen.

Trotzdem wird es im Januar eng werden in der Klinik. Grund: «Anfang Jahr starten wir mit unserem Hauptpaket. Nach dem Rückbau von bestehenden Therapieräumen, Hallenbad und Mehrzweckhalle wird mit dem Bau des eigentlichen Herzstücks der Klinikerneuerung, dem fünfstöckigen Neubau, begonnen», erklärt Scartazzini. Dieser Neubau soll in Zukunft auf drei Ebenen Platz für bestehende und neue Diagnostik-, Therapie- und Behandlungseinrichtungen schaffen.

Zudem will die Klinik mit einer Intermediate-Care-Station (Intensivpflege) und einer Station für Isolationspatienten das medizinische Angebot für Akutrehabilitation ausbauen.

Geplant ist weiter ein Patientenhotel mit einem modernen Tagungs- und Seminarzentrum. «Die Arbeiten laufen bisher nach Zeitplan», sagt Scartazzini. Reklamationen oder einen Rückgang von Patienten verzeichnet die Klinik in Bellikon nicht.

Im Gegenteil: «Wir sind nach wie vor zu nahezu hundert Prozent ausgelastet.» Regelmässig würden Patientenbefragungen durchgeführt. «Wir sind positiv überrascht, wie tolerant und verständnisvoll die Patienten sind», sagt Scartazzini.