Schnitzelbänke
Politische Karikaturen auf der Fasnachtsbühne

Alle Badener Schnitzelbänkler versammelten sich zur Derniere in Ennetbaden. Gegraben wurde da, wo das Gold verborgen liegt – in diesem Jahr eindeutig bei jenen Kandidaten, die das Badener Ruder übernehmen wollen oder wollten.

tabea baumgartner
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Schumschleeger Schnitzelbank aus Basel
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Markus Schneider spielt bei den 'Bloser' Schnitzelbank älteste Gugge aus Baden
Nachtschwärmer Schnitzelbank aus Basel
Peperoncini Schnitzelbank aus Baden
Bloser Schnitzelbank älteste Gugge aus Baden
Musikformation Schlümpf Baden
Ultimo Giro Schnitzelbank aus Baden
Musikformation Blächschade Baden
Schnitzelbänke Ennetbaden

Schumschleeger Schnitzelbank aus Basel

Tabea Baumgartner

Mitten im Fasnachtsgetümmel versammelten sich am Sonntagabend die Badener Schnitzelbank-Klopfer mit spitzer Zunge und scharfem Verstand zur Derniere in Ennetbaden. Gegraben wurde da, wo das Gold verborgen liegt – in diesem Jahr eindeutig bei jenen Kandidaten, die das Badener Ruder übernehmen wollen oder wollten. Selbst die Basler Schnitzelbangg-Gäste konnten es nicht lassen, den im Saal anwesenden Geri Müller in ihren Versen aufs Korn zu nehmen.

Die Schnitzelbank-Derniere stiess auch in ihrer vierten Ausgabe auf Anklang. Die Vereinigten Fasnachtsgruppen Baden (VFGB) schufen in Zusammenarbeit mit der Türggen-Zunft Ennetbaden eine gemütliche Fasnachtsstimmung in die Turnhalle Ennetbaden. Eine fasnächtliche Inspiration hinterliessen die vier Schnitzelbank-Gruppen aus Basel: Mit trockener Sprache und ausgefeilten Versen konnten sie das Badener Publikum für sich gewinnen. Besonders jene Seitenhiebe, die unseren Zürcher Nachbarn gewidmet waren, sorgten für Furore.

Fliegender Teppich und ein Kamel

Nichtsdestotrotz herrschten die Badener Schnitzelbänke mit ihrer lokalen Verankerung vor: Salz & Pfäffer überraschten mit fliegendem Teppich und einem rauchenden Kamel, D’Chaote machten mit Geri Müllers Windfrisur Stimmung, die Schwäfelsüüder präsentierten Karikaturen, die ch.ötzis räucherten den Saal mit theatralischen Szenen ein. Eine traditionell kostümierte Schwabenbande der Gruppe «Ultimo Giro» belustigte mit einem inszenierten Oktoberfest.

Die älteste Badener Gugge, die Bloser-Clique, schuf Stimmung mit ihrer Musik, das Gelächter provozierten sie mit ihren Beschreibungen zu den bereits angetretenen Stadtammannkandidaten. Die Lust auf das Fest schien im Saal nochmals neu geboren. Kaum waren die letzten Schnitzelbänke der Peperoncini gesprochen, zerstreute sich das kostümierte Volk wieder in alle Himmelsrichtungen.

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