Baden

Präsidentin des Bluesfestivals: «Wir haben die Leute herausgefordert»

Die Copenhagen Slim Band aus Dänemark sorgte für einen gelungenen Festivalstart im Werkk.

Die Copenhagen Slim Band aus Dänemark sorgte für einen gelungenen Festivalstart im Werkk.

Das 15. Bluesfestival ist Geschichte. Präsidentin Susanne Slavicek über ihre Highlights, Konkurrenzkampf und davon, wie polarisierende Künstler die Qualität des Festivals fördern.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten sind vorbei, das 15. Bluesfestival Baden ist am Samstagabend zu Ende gegangen. Während acht Tagen hat der Blues in der Stadt Einzug gehalten. Präsidentin Susanne Slavicek, die wie jedes Jahr die Konzerte eng begleitet hat, zieht ihr Fazit.

Frau Slavicek, hinter Ihnen liegen acht intensive Festivaltage. Mit ein wenig Abstand: Wie zufrieden sind Sie?

Susanne Slavicek: Ich glaube, ich spreche für das ganze Team, wenn ich sage, dass es ein gelungenes und abwechslungsreiches Bluesfestival war. Bei der allgemein grossen Veranstaltungsdichte in der Stadt ist es jedes Mal ein Kampf um Zuschauer. Nun dürfen wir sagen, dass alle Konzerte mindestens so gut besucht waren wie letztes Jahr, wenn nicht sogar besser. Das ist natürlich sehr schön und nicht selbstverständlich. Darüber hinaus waren die Feedbacks durchs Band positiv. Und das, obwohl wir das Publikum mehr als einmal herausgefordert haben.

Was meinen Sie damit?

Unser Ziel ist es, spannende Richtungen und unterschiedliche Facetten des Blues aufzuzeigen. Dazu gehören auch experimentelle Veranstaltungen wie das Theaterstück am Eröffnungsabend oder der Künstler Fantastic Negrito zum Festivalabschluss, von dem wir wissen, dass er polarisiert. Bei solchen Konzerten kann man sich im Voraus nie sicher sein, dass sie auch tatsächlich einschlagen werden. Es ist aber wichtig, dass wir solche Künstler nach Baden bringen, um die Qualität des Festivals aufrechtzuerhalten.

Blues at its best - die Copenhagen Slim Band spielt zum Auftakt des Blues Festivals Baden 2018 im Kulturlokal werkk.

Blues at its best - die Copenhagen Slim Band spielte zum Auftakt des Blues Festivals Baden 2018 im Kulturlokal werkk. (22. Mai)

Wer die Augen schliesst, kann den Ursprung des Blues wieder spüren: Er ist überlebenswichtig. 

Sie organisieren das Bluesfestival nicht nur vom Büro aus, sondern sind selbst oft vor Ort an den Konzerten anzutreffen. Fiel Ihnen ein Künstler besonders auf?

Neben Fantastic Negrito hat mir besonders Martin Baschung gefallen, das war ein Hammerkonzert. Da ich dieses Jahr oft an Sponsoren- und Partnertreffen zugegen war, konnte ich leider nicht alle Konzerte besuchen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass das Amaury Faivre Duo im Restaurant Bouillon überaus gut angekommen ist. Nicht zuletzt war ich von Rita Chiarelli begeistert, die uns die ganze Woche über an verschiedene Veranstaltungen begleitet hat. Als ich einmal einkaufen war, sind Leute auf mich zugekommen und haben gesagt: ‹Hast du gehört, die ganze Stadt redet über Rita›.

Das Bluesfestival 2018 ist vorbei. Haben Sie nun Zeit, einmal durchzuatmen oder stehen bereits die nächsten Planungen an?

Für uns beginnt jetzt die Nachbereitung, die rund einen Monat andauern wird. Dazu gehören Dinge wie Aufräumarbeiten, Sitzungen und das Helferfest. Bis Ende Woche wollen wir die Abrechnung der Tickets haben. Wir sind aber auch schon mitten in der Planung für die Ausgabe nächstes Jahr. Die ersten Bandanfragen für internationale Acts sind in Auftrag, einige Bands für die Beizenkonzerte stehen bereits so gut wie fest. Auch wenn es abgedroschen klingt, ist es so: Nach dem Bluesfestival ist vor dem Bluesfestival.

Bilder vom Eröffnungsabend des Bluesfestivals:

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