Strassenverkehr

«Probleme werden nur verschoben statt behoben»: SP Baden und Brugg lehnen das Konzept «Oase» ab

Die SP-Bezirksparteien Baden und Brugg lehnen das Verkehrskonzept Oase gemeinsam ab. (im Bild: Die Neumarkt-Kreuzung in Brugg)

Die SP-Bezirksparteien Baden und Brugg lehnen das Verkehrskonzept Oase gemeinsam ab. (im Bild: Die Neumarkt-Kreuzung in Brugg)

Bei den beiden SP-Bezirksparteien in Baden und Brugg fällt das Verkehrskonzept für den Ostaargau durch. Sie fordern den Fokus auf öffentliche Verkehrsmittel und das Velonetz zu legen.

Es habe sich schnell gezeigt, dass die vorgeschlagene «Oase» durchfällt. Das schreiben die Sozialdemokraten in einer Medienmitteilung nach einem Treffen der Bezirksparteien mit mehreren Sektionen und Ortsparteien der Region. Die SP kritisiert vor allem, dass mit dem geplanten Ausbau der Strassen zusätzlicher Verkehr auf den Ostaargau zukomme und dass mitten im Siedlungsraum zusätzlicher Schwerverkehr drohe.

Zudem entspreche das Projekt keiner zukunftsgerichteten Verkehrspolitik. Die beiden Bezirksparteien fordern, dass die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Velonetzes Priorität hat. Der Klimawandel und die CO2-Reduktionsziele kämen in der «Oase» zu kurz. «Das prognostizierte Bevölkerungswachstum wird einfach 1:1 in Verkehrswachstum umgerechnet, ohne klare Strategien, wie letzteres reduziert werden könnte», heisst es in der Mitteilung weiter.

Und: «Die SP verlangt, dass die Umsetzung eines Velo- und öV-Konzeptes sofort und unabhängig vom Strassenausbau vorangetrieben wird. Der reichlich gefüllte Topf der Strassenkasse sollte in eine Mobilitätskasse umfunktioniert werden, welche nicht nur den Individualverkehr im Fokus hat.» 

Im Rahmen der Vernehmlassung werden zu einem anderen Zeitpunkt die betroffenen Ortsparteien und auch die beiden Bezirksparteien separat Stellung zu ortsspezifischen Punkten nehmen. Das Projekt als Ganzes werde aber gemeinsam abgelehnt. (gia)

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