Limmattal

Problemstau an der grünen Grenze

Der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (rechts) führt durch das politische Treffen.  (wal)

Der Würenloser Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (rechts) führt durch das politische Treffen. (wal)

Die Suche nach Spazierwegen und der Kampf gegen Eisenbahnlärm verbinden Aargauer und Zürcher Gemeinden. Doch die Kantonsgrenze behindert sie bei gemeinsamen Aktionen.

«Die Limmatuferwege sind ein Initialprojekt des Aggloparks Limmattal», betonte der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth am Treffen der Gemeinden aus dem Limmattal und aus dem Surbtal. Jährlich einmal finden sich die Gemeindevertreter zusammen, um Themen zu besprechen, die die Gemeinden beidseits der Kantonsgrenze beschäftigen. Eines davon ist der Limmatuferweg, den die Gemeinden im Sinne des Ganzen bauen. Im Gremium wollen sie nun ihre Arbeit koordinieren.

Unzufrieden mit den SBB

Ein weiteres Problem ist der Güterbahnhof Limmattal. «Der Lärm ist exorbitant», sagte der Spreitenbacher Gemeindeammann Josef Bütler. Bauvorstand, Gemeinderat Walter Bühler aus Oetwil teilte mit, dass die Gemeinde nun einen Juristen eingeschaltet habe. Beide Politiker erzählten vom schwierigen Umgang mit den SBB. Die Anstössergemeinden fühlen sich von den SBB und vom Bundesamt für Verkehr schlecht behandelt. Der Wille, Lärmschutzmassnahmen zu realisieren, sei gering. «Dabei ist das Geld für die Lärmsanierung vorhanden», sagte Bühler.

Würenlos ist, seit die Gemeinde mit ihrem Sportplatzprojekt vor Bundesgericht gescheitert ist, auf der Suche nach neuen Fussballplätzen. Ein weiteres Projekt verfolgt Dänikon. Ob sich die Gemeinden zu einem gemeinsamen Vorgehen finden, ist derzeit noch offen.

Die Gemeindevertreter waren sich einig, dass es viele Probleme in den beiden Tälern gibt, die gemeinsam besser gelöst werden können. Deshalb soll das Treffen auch im kommenden Jahr durchgeführt werden. In Abwesenheit des Stadtrates wurde Baden zum Organisator gewählt.

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