Prognose
Fusion Baden-Turgi: Mit diesem Resultat rechnet der Stadtammann

Am Dienstag stimmt der Badener Einwohnerrat über den Fusionsvertrag mit Turgi ab. Stadtammann Markus Schneider und Jean-Claude Kleiner, externer Berater des Zusammenschlussprojekts, wagen eine Prognose.

Pirmin Kramer
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Kommt es per 2024 zur Fusion? Markus Schneider, Badens Stadtammann, dahinter Adrian Schoop, Turgis Gemeindeammann.

Kommt es per 2024 zur Fusion? Markus Schneider, Badens Stadtammann, dahinter Adrian Schoop, Turgis Gemeindeammann.

Alex Spichale / BAD

Gibt der Einwohnerrat am Dienstag grünes Licht für den Fusionsvertrag von Baden und Turgi? Stadtammann Markus Schneider (Die Mitte) hofft auf ein Ja – und er ist zuversichtlich. «Ich bin überzeugt, dass es zu einem Ja kommen wird. Ich rechne mit einem klaren und deutlichen, aber keinem einstimmigen Ergebnis.»

Trotz aller Zuversicht: Eine gewisse Nervosität sei vorhanden im Hinblick auf die Einwohnerratssitzung, sagt Schneider.

Stimmt die Mehrheit des Stadtparlaments für die Fusion, wird im März die alles entscheidende Volksabstimmung folgen. Diese zu gewinnen, werde keine einfache Aufgabe, glaubt der Stadtammann. Es werde in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, der Bevölkerung die Vorteile eines Zusammenschlusses klarzumachen. Er habe im Grundsatz ein gutes Gefühl, dass die Fusion per 1. Januar 2024 gelingen werde.

Auch der externe Berater des Fusionsprojekts, Jean-Claude Kleiner, glaubt: «Der Einwohnerrat der Stadt Baden wird am kommenden Dienstag ein überzeugendes Ja zur geplanten Fusion der Stadt Baden mit der Gemeinde Turgi abgeben.» Es seien aber bestimmt auch einige kritische Voten im Thema Finanzen zu erwarten.

Welches findet Kleiner das beste Argument der Gegnerschaft einer Fusion? Ihr bestes Argument laute, in Anlehnung an den Slogan der Stadt: «‹Baden ist› und braucht keine weitere Entwicklung.» Doch wenn die Türen so weit offen stehen und man sich nicht bemühe, sich ernsthaft mit dem zu beschäftigen, was dahinter sei, vergebe man fahrlässig eine Chance, sagt Kleiner. «Denn eines ist gewiss: Turgi verfügt über interessantes Entwicklungspotenzial, auf das Baden nicht verzichten sollte.»

Viele Gemeindeammänner von umliegenden Ortschaften haben sich in den vergangenen Monaten gegen eine Fusion mit Baden ausgesprochen, so etwa Ennetbaden. Könnte das die Fusionslust der Badenerinnen und Badener hemmen?

«Nein», glaubt Kleiner. «Im Gegenteil: Die überzeugende Zustimmung zur geplanten Fusion an der Gemeindeversammlung in Turgi zeigt, dass die Stadt Baden eine beliebte Partnerin ist.» Dieses Bekenntnis werde auch die Badener Stimmbevölkerung wohlwollend aufnehmen. «Es gilt beizufügen, dass gerade die Gemeinde Turgi mit ihrem Entwicklungspotenzial eine interessante Braut für Baden verkörpert.»

Kleiner hat schon einige Zusammenschlussprojekte begleitet. Trotz der Unterschiede in der Grösse und dem finanziellen Potenzial verlaufe der Fusionsprozess zwischen Baden und Turgi sehr partnerschaftlich. «Man begegnet sich mit Respekt und auf Augenhöhe.» Beide hätten offene Ohren für die Anliegen des Partners und suchten jeweils für beide Parteien einvernehmliche Lösungen.