Baden
Promenadenlift Baden: Nervige Stimme und langsame Türen

Nach der Totalrevision von vergangener Woche ertönt im Promenadenlift ein akustisches Signal und die Türen öffnen noch langsamer. Der Werkhof hat die Probleme erkannt und will diese in den nächsten Tagen angehen.

Martin Rupf
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Gut zu wissen, in der «ersten Etage» angekommen zu sein.

Gut zu wissen, in der «ersten Etage» angekommen zu sein.

Martin Rupf

«Was, wir sind nicht in der zweiten Etage angekommen?», meint eine Passantin ironisch. Ein anderer Fussgänger nervt sich: «Muss das jetzt wirklich auch noch sein!?».

Für Stirnrunzeln und Ärger sorgen im Promenadenlift seit Anfang Woche elektronische Durchsagen, wenn der Lift jeweils unten («Etage null») oder oben («Etage eins») ankommt.

Dies umso mehr, als die Durchsage nicht etwa dezent erfolgt, sondern vielmehr in einer Lautstärke, als wolle man gleich alle Anwesenden auf dem Bahnhofplatz informieren.

Überhaupt: Wieso braucht es die Durchsagen bei einem Lift, der nur «unten/oben» kennt? Matthias Messerli, stellvertretender Werkhof-Chef der Stadt Baden, erklärt:

«Im Rahmen der Totalrevision von vergangener Woche haben wir diese Durchsage eingeführt.» Dies auf Wunsch blinder und älterer Menschen, die sich dank der Durchsage besser orientieren könnten.

«Aber die Durchsage ist im Moment tatsächlich noch viel zu laut und nerve dementsprechend», sagt Messerli. Man werde das Problem so bald als möglich beheben. Genauso wie das Problem mit dem Licht, das in der Nacht bei stillstehendem Lift zu lange brenne und so «viele Viecher» anziehe.

Doch die Durchsage ist nicht der einzige Ärger. Die Türen öffnen und schliessen langsamer als vor der Totalrevision. «Ja, es stimmt, das geht weniger schnell», sagt Messerli.

Doch dadurch sei der Lift weniger anfällig auf Störungen, weil die rund drei Meter hohen Türen nicht so heftig aufeinander schlagen würden. «Das Problem ist sowieso viel eher, dass es zu lange dauert, bis sich die Türen überhaupt öffnen, wenn der Lift angekommen ist.

Das kommt den Leuten schnell einmal wie eine halbe Ewigkeit vor.» Auch dieses Problem werde in den nächsten Tagen angegangen. Gleichzeitig ist Messerli überzeugt: «Die Erfahrung zeigt, dass sich die Leute schnell daran gewöhnen.»