Dietikon/Oetwil an der Limmat

PW im Weg: Autofahrer hält an, wird ausgeraubt und angeschossen

Plötzlich standen ein PW und mehrere Personen auf der Fahrbahn. (Symbolbild)

Plötzlich standen ein PW und mehrere Personen auf der Fahrbahn. (Symbolbild)

Ein von Dietikon in Richtung Oetwil an der Limmat fahrender PW-Lenker muss wegen eines auf der Strasse stehenden Fahrzeuges anhalten. Als er aussteigt, wird er mit einer Waffe bedroht, ausgeraubt und durch einen Schuss verletzt.

Die Geschichte erinnert an eine Szene aus einem Wildwest-Film: Am Mittwochabend zwischen 22.20 und 22.50 Uhr fuhr ein Mann mit seinem Porsche auf der Autobahn A1 von Zürich Richtung Baden. Wie die Kantonspolizei Aargau mitteilte, verliess er die Autobahn bei der Ausfahrt Dietikon und fuhr Richtung Oetwil an der Limmat.

Nach einigen hundert Metern bemerkte er auf seiner Fahrbahn mehrere Personen neben einem stehenden Auto. Daneben am Strassenrand stand ein weiteres, unbeleuchtetes Fahrzeug. Der 44-jährige Schweizer stieg aus und erkundigte sich, was los sei.

Gemäss Mitteilung der Polizei wurde er danach «unmittelbar von einem Mann mit einer Schusswaffe bedroht und bei seiner Abwehr durch einen Schuss getroffen». In der Folge wurde der Mann gemäss eigenen Angaben ausgeraubt. Die Täterschaft konnte mit dem Bargeld unerkannt entkommen. Der angeschossene Mann wurde ins Spital überführt.

Ein «höchst unüblicher Fall»

Wie Max Suter, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, auf Anfrage der az sagt, ist der Fall «höchst unüblich». Um den skurrilen Fall aufzuklären, hofft die Kantonspolizei nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Schliesslich handle es sich um eine viel befahrene Strecke, so Suter, auf der auch abends noch reger Verkehr herrsche. Die Polizei gehe daher davon aus, dass es Zeugen geben müsse. Wer zur fraglichen Zeit zwischen Dietikon und Oetwil unterwegs war und etwas zur Klärung des Falles beitragen kann, wird gebeten, sich mit der Kantonspolizei Aargau unter 062 835 81 81 in Verbindung zu setzen.

Zusammenarbeit mit Zürich

Dass die Aargauer Polizei ermittelt, hat einen einfachen Grund: «Der Mann hat sich bei uns gemeldet», sagt Suter. Zudem befinde sich die Autobahnausfahrt selber auf Aargauer Boden.

Man arbeite aber eng mit der Kantonspolizei Zürich und der Staatsanwaltschaft Zürich zusammen. In den letzten Tagen habe man zuerst den Mann befragen und Informationen zusammentragen müssen. Daher informierte die Polizei erst einige Tage nach dem Vorfall.

Nicht schwer verletzt

Die Verletzungen des Mannes sind laut Kantonspolizei nicht sehr schwer. «Vermutlich wird er in den nächsten Tagen das Spital verlassen können», so Suter. (bhi)

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