Am Samstag feierte der einzige Laden im Badener Quartier Kappelerhof seine Neueröffnung: Das Geschäft an der Bruggerstrasse 161 wird nun nicht mehr als «Denner Satellit», sprich durch einen selbstständigen Detaillisten geführt, sondern durch Denner selber. Wie Mediensprecher Thomas Kaderli sagt, wurde der Laden optisch aufgefrischt und das Sortiment erneuert. «Das Angebot an Frischeprodukten wurde zum Beispiel deutlich ausgebaut.»

Bis Ende Jahr führte Roman Bühler den Denner-Satelliten. Wie er gegenüber der Quartierzeitung «Euse Kappi» sagt, habe er wegen den Abrissplänen für das Gebäude schon zweimal aufhören wollen. «Jedes Mal kam der Denner auf uns zu und bat, weiterzumachen.» Irgendwann habe er aber für sein Personal Klarheit schaffen müssen, sagt er weiter. Der ehemalige Geschäftsführer des Denner-Satellits bezieht sich damit auf das Bauvorhaben im «Kappi»: die Überbauung «Im Ifang».

Doch wie steht es um das Projekt? «Der Gestaltungsplan befindet sich derzeit im Abschluss des zweiten Mitwirkungsverfahrens», sagt Hugo Aerni, Projektleiter bei der Abteilung Bau und Planung der Stadt Baden. Nach der ersten Mitwirkung 2014 wurde der Gestaltungsplan im Süden um vier Parzellen einer Erbengemeinschaft erweitert. Nun seien noch Fragen bezüglich des Abstands zum eingedolten Bach berücksichtigt worden. «Sobald die neuen Pläne vorliegen, reichen wir die Planung dem Kanton zur abschliessenden Vorprüfung ein», sagt Aerni. Dies soll in den nächsten Wochen erfolgen.

Überbauung stärke die Identität

Neben dem Gestaltungsplan liegt auch ein Richtprojekt für das entsprechende Areal vor. Dieses wurde von der Bauherrschaft, bestehend aus der Aarinvest AG/Cityland CLA AG sowie der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern Wohnen GGW, ausgearbeitet. Folgendes ist vorgesehen: Das Gebäude, in dem der Denner eingemietet wird, soll einem modernen Längsbau mit vier Geschossen plus Attika weichen. Senkrecht dazu ist eine neue, vierstöckige Liegenschaft vorgesehen. In diesen beiden Gebäuden sind nicht nur Wohnungen vorgesehen, sondern auch publikumsorientierte Nutzungen wie beispielsweise Läden und Räume für die Kinderbetreuung. Die beiden südlich liegenden Liegenschaften an der Stockmattstrasse sind als reine Wohnbauten geplant. Die vier Parzellen der Erbengemeinschaft sind nicht Teil des Projekts.

«Wir hoffen, dass der Kanton die Vorprüfung rasch abschliessen kann, damit wir vorwärtsmachen können», sagt Aerni. Die Stadt Baden habe ein grosses Interesse daran, denn das Areal «Im Ifang» sei ein wichtiges Gebiet. «Es ist gut erschlossen, stadtnah und dennoch ein eigenes Quartier.» Die Überbauung werde dessen Identität und Qualität stärken, sagt Aerni.

Sorge um Quartierladen war gross

Als der Gestaltungsplan 2014 erstmals aufgelegt wurde, war die Sorge gross, dass mit dem Neubau auch der Quartierladen verschwinden würde. André Keller, Vertreter der Aarinvest AG/Cityland CLA AG, versicherte bereits damals, dass das Interesse gross sei, den Laden in den neuen Räumen weiterzuführen. «Daran hat sich bis heute nichts geändert», betont Keller auf Anfrage.

Denner-Mediensprecher Kaderli sagt, dass man auf «jeden Fall» anstrebe, in der neuen Überbauung wieder Mieter zu sein: «Gerade im ‹Kappelerhof› stellt die Denner-Filiale die Grundversorgung im Quartier sicher.» Aus diesem Grund habe man auch unbedingt am Standort festhalten und den Laden als denner-eigene Filiale weiterbetreiben wollen, sagt Kaderli.