Baden
Raubüberfall war erfunden: Badener Apotheker verzockte Geld im Casino

Ein Apotheker behauptete letzte Woche, von zwei Unbekannten beraubt worden zu sein. Jetzt steht fest, dass er die Tat erfunden hatte. Der Apotheker hatte selbst das vermeintlich gestohlene Geld aus der Apotheker-Kasse entwendet und im Casino verzockt

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Der Raubüberfall war frei erfunden: Der Angestellte einer Badener Apotheker verspielte das vermeintlich gestohlene Geld selber im Casino

Der Raubüberfall war frei erfunden: Der Angestellte einer Badener Apotheker verspielte das vermeintlich gestohlene Geld selber im Casino

AZ

Ein Angestellter einer Badener Apotheker gab am vergangenen Donnerstag an, von zwei Unbekannten mit einem Messer bedroht und ausgeraubt worden zu sein.

Die Unbekannten sollen vom Apotheker Methadon verlangt haben. Als sie keines fanden, klauten sie dem Opfer mehrere tausend Franken Bargeld, sowie das Natel und den Laptop (wir berichteten).

Jetzt ist klar: Die Tat wurde vom Apotheker frei erfunden. Der Raubüberfall hatte nie stattgefunden.

Polizei hatte schon früh Zweifel

Bereits früh kamen bei der Kantonspolizei Zweifel an der Version des vermeintlichen Opfers auf, weshalb sie weitere Ermittlungen anstellte.

Bei einer erneuten Befragung hat der 31-jährige Franzose nun am Freitag eingeräumt, dass er den Raubüberfall frei erfunden hatte.

Geld gestohlen und im Casino verzockt

Wie er der Kantonspolizei zu Protokoll gegeben hat, habe er die Tat erfunden, um das Fehlen von Bargeld aus der Geschäftskasse gegenüber dem Arbeitgeber zu rechtfertigen. Die mehreren tausend Franken habe er gestohlen und im Casino verspielt.

Der nicht in der Schweiz wohnhafte Mann muss sich nun wegen Diebstahls und Irreführung der Rechtspflege vor der Staatsanwaltschaft verantworten. (sha)

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