Auenstein
Räumen sie nun auch in Ägypten ab?

Rettungsschwimmer der SLRG Sektion Baden/Brugg reisen an die Weltmeisterschaft in Ägypten.

Toni Widmer
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Räumen sie nun auch in Ägypten ab?

Räumen sie nun auch in Ägypten ab?

Sie sind wieder in Topform, die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der SLRG Sektion Baden/Brugg, die regelmässig in der Aare beim Kraftwerk Rupperswil-Auenstein trainieren. Und sie wollen auch an der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2010 Medaillen holen. So wie 2006 und 2008, als sie in Australien und Deutschland dominierten.

«Unser Ziel in Ägypten ist dasselbe wie an den letzten beiden Weltmeisterschaften. Wir wollen in Alexandria mindestens eine Medaille holen», sagt der Auensteiner Rettungsschwimmer Christoph Zehnder. Dass er dabei ein bisschen schmunzelt, hat seinen Grund: 2006 hat das Suisse Livesaving Masters Team der Sektion Baden/Brugg an der WM in Australien 11 Medaillen geholt, zwei Jahre später an der Ostsee in Deutschland sogar 16. Und so zählt denn das überwiegend aus Aargauerinnen und Aargauern bestehende Team, das sich unter anderem regelmässig an der Aare in Auenstein auf seine Wettkämpfe vorbereitet, auch dieses Jahr zu den Favoriten.

21 verschiedene Disziplinen

Rettungsschwimmen ist mehr als ein Freizeitvergnügen. Wer sich in diesem Sport engagiert ist in der Lage, Menschen aus Gefahrensituationen im Wasser zu retten. Entsprechend die 21 Disziplinen an den Wettkämpfen, die sich in die zwei Kategorien Pool und Ocean unterteilen. Im Pool absolviert werden Disziplinen wie Hindernisschwimmen, Kombinierte Rettungsübung, Retten mit Puppe, 4 × 25 Meter Puppenstaffel, 4 × 50 m Gurtretterstaffel, Schwimmen und Retten mit Flossen oder Retten mit Seil.

Outdoor, also im Meer, sind Disziplinen wie Run-Swim-Run Race (Laufen-Schwimmen-Laufen), Brandungsschwimmen, Board Race und Race (Wettkampf mit Rettungsbrett und Rettungskajak) oder die Königsdisziplin Rettungstriathlon angesagt. Beim Rettungstriathlon sind Brandungsschwimmen, Rettungsbrett und Rettungskajak hintereinander gefragt.

Hoher Trainingsaufwand nötig

Für die Teilnahme an den Masterswettkämpfen (Seniorenkategorien über 30 Jahre) muss sich zwar niemand offiziell qualifizieren. Dennoch reisen nur Leute an die Weltmeisterschaft, die sich auch intensiv darauf vorbereiten. Das Team Baden-Brugg trainiert mehrmals wöchentlich während mehrerer Stunden im Hallenbad und im offenen Gewässer.

Denn schliesslich möchte man nach zwei erfolgreichen Weltmeisterschaften in Alexandria auch ein drittes Mal zuschlagen und möglichst viele Medaillen holen. Zu den favorisierten Teams zählt Christoph Zehnder erneut die Australier, Südafrikaner und Kanadier: «Dort haben die Wettkämpfe im Rettungsschwimmen eine grosse Tradition und entsprechend stark sind die Teams.»

Die Wettkämpfe in Ägypten dauern vom 2. bis 17. Oktober und sind für Nationalteams, Masters und Interklubs ausgeschrieben. In der Nationalmannschaft sind mit Manuel Zöllig, Brugg und Manuel Saxer, Wettingen, zwei Mitglieder der SLRG Sektion Baden-Brugg am Start. Erstmals stellt die Sektion auch eine Interclub-Mannschaft die aus Manuel Zöllig, Brugg, Manuel Saxer, Wettingen, Tobias Schnetzler, Auenstein, Beni Knoth, Umiken, Christian Weckert, Baden und Sabine Schumann, Birr, besteht. Das Masters-Turnier in Alexandria dauert vom 8. bis 11. Oktober.

Hier starten von der Sektion Baden-Brugg Christoph und Barbara Zehnder, Auenstein, Ron Wüsten, Biberstein, Sonja Schönbächler, Niederlenz, Susi Troxler, Menziken, Brigitte und Heinz Wanger, Wädenswil, Marco Jurt, Rickenbach, und Birgit Blum, Steinerberg.