Freienwil

Referendum ergriffen: Fristverlängerung für das Pferdezentrum kommt vors Volk

Gegen die Fristverlängerung für das geplante Pferdezentrum auf dem Bücklihof (im Bild: Visualsierung) ist das Referednum ergriffen worden.

Gegen die Fristverlängerung für das geplante Pferdezentrum auf dem Bücklihof (im Bild: Visualsierung) ist das Referednum ergriffen worden.

Die Gegner des geplanten Pferdezentrums auf dem Bücklihof zweifeln an der positiven Wirkung des Projektes für Freienwil.

Ein Pferdezentrum, das auf dem Bücklihof entstehen soll, erhitzt in Freienwil schon länger die Gemüter. Das war auch an der letzten Gemeindeversammlung Ende November spürbar, als es zur Abstimmung für eine Fristverlängerung kam.

Diese ist nötig, um die «Spezialzone Bücklihof» aufrechtzuerhalten, weil sich das Projekt - unter anderem - aufgrund von Einsprachen in der Vergangenheit immer wieder verzögert hatte. Die Realisierung der Spezialzone ist aber an eine Frist von sieben Jahren geknüpft. Wird dies nicht erfüllt, fällt sie weg.

Die Zonenänderung, um dem Projekt den Boden zu ebnen, war von der Gemeindeversammlung 2013 bewilligt und der Gestaltungsplan im Sommer 2019 vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) gutgeheissen worden. Dagegen ist jedoch beim Verwaltungsgericht noch immer eine Beschwerde hängig.

Die Fristverlängerung musste von der Freienwiler Bevölkerung gutgeheissen werden, weshalb sich die stolze Anzahl von 130 Stimmberechtigten im November in der Mehrzweckhalle einfand. In geheimer Abstimmung wurde der Fristverlängerung mit 78 Ja zu 56 Nein zugestimmt.

Nur einen Tag später kündigten Gegner des Projekts jedoch an, gegen den Entscheid das Referendum zu ergreifen. Sie sammelten innerhalb einer Woche über 180 Unterschriften, die am 20. Dezember der Gemeinde übergeben wurden. Bei insgesamt 719 stimmberechtigten Freienwilern waren mindestens 120 Unterschriften nötig.

Die Initianten des Referendums, bestehend aus elf Personen, freuen sich über das Zustandekommen: «Nun erhalten alle Stimmbürger die Gelegenheit, sich an der Urne zu diesem umstrittenen Geschäft zu äussern», schreiben sie in einer Mitteilung.

Sie haben das Referendum ergriffen, weil sie bezweifeln, dass das Projekt für das Dorf eine positive Wirkung habe und von öffentlichem Interesse sei. Sie bemängeln unter anderem die negativen Auswirkungen auf das Dorfbild und sehen Probleme aufgrund der Verkehrssicherheit auf den teils sehr schmalen Zufahrtsstrassen, schreiben sie in der Mitteilung weiter. Ihre Bedenken äusserten manche der Gegner bereits an der Gemeindeversammlung.

Gemeindeammann Robert Müller (SVP) fand da, dass das Pferdezentrum sorgfältig geplant ist, so dass es sich bestens ins Ortsbild einfüge. Aufgrund der Diskussion an der Gemeindeversammlung hatte er den Eindruck, dass einige Gegner - vielleicht sogar bewusst - das Projekt grösser erscheinen liessen, als es geplant ist.

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