Würenlos
Referendum: FDP und SVP wollen Sportplatz-Projekt in Würenlos verhindern

Im Tägerhard sollen Sportplätze geplant werden. Dies entschied die Gemeindeversammlung im Juni mit 144 gegen 108 Stimmen. Doch der Entscheid ist nicht definitiv, denn FDP und SVP haben am Freitag das Referendum mit 600 Unterschriften eingereicht.

Dieter Minder
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Unterschriftenübergabe im Gemeindehaus, mit (von links): Gemeinderat Nico Kunz, Roman Waller (FDP) und Thomas Zollinger (SVP).

Unterschriftenübergabe im Gemeindehaus, mit (von links): Gemeinderat Nico Kunz, Roman Waller (FDP) und Thomas Zollinger (SVP).

Dieter Minder

Die Gemeindeversammlung genehmigte im Juni, gegen den Willen des Gemeinderates, den Projektierungskredit von 160 000 Franken für die voraussichtlich rund 3,3 Millionen Franken teure Sportanlage.

Der Gemeinderat will vor deren Realisierung die Gemeindefinanzen ins Lot bringen. Würenlos ist die Gemeinde mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung im Bezirk Baden.

Noch am Abend der Gemeindeversammlung kündigten FDP und SVP das Referendum an. Nun haben die beiden Parteien 218 Referendumsbogen mit insgesamt 600 Unterschriften eingereicht.

Gemeinderat Nico Kunz hat sie aus den Händen von SVP-Präsident Thomas Zollinger und FDP-Vorstandsmitglied Roman Waller entgegengenommen.

Die Gemeindeverwaltung wird die Unterschriften kontrollieren und beglaubigen. Mindestens 402 müssen gültig sein, damit das Referendum zustande gekommen ist. «Die Abstimmung findet voraussichtlich am 28. September statt», sagt Gemeinderat Kunz (FDP).

«Wir sind nicht gegen die Sportplätze, erwarten aber, dass die Ansprüche etwas gesenkt werden», sagt Zollinger. So kann er sich etwas kleinere Spielfelder vorstellen. Für Waller ist klar, Würenlos kann sich die Sportplätze momentan nicht leisten.

Zugleich räumt er ein: «Als Sportler bin ich natürlich in einem Zwiespalt.» Ähnlich hätten sich bei der Unterschriftensammlung viele Leute geäussert: «Sie wünschen sich die Sportplätze, sehen aber, dass dies angesichts der Finanzlage nicht möglich ist.»

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