Untersiggenthal

Reformierte Kirche: Geburtstagsfeier in zwei Etappen

Seit 50 Jahren ragt der weisse Kirchturm nun schon in die Höhe.

Seit 50 Jahren ragt der weisse Kirchturm nun schon in die Höhe.

Die reformierte Kirche in Untersiggenthal zelebriert am Sonntag ihr 50-Jahr-Jubiläum. Im Zentrum steht der Gottesdienst selbst, und mit dem Rahmenprogramm sollen auch auch viele Reformierte, die keine Kirchgänger sind, angelockt werden.

Jede Stunde ertönen die Glocken und deren Klang hallt durch das ganze Dorf – und das seit genau 50 Jahren. So lange gibt es die reformierte Kirche mit ihrem sehr markanten modern wirkenden weissen Kirchturm nun schon. Unter dem Motto «Auf der Spur» wird dieses Jubiläum in zwei Teilen gefeiert: So fand bereits im August ein grosses Fest statt, an dem die Besucher einzelne Bildausschnitte bemalen konnten, die später zu einem grossen Bild zusammengefügt wurden.

Am kommenden Sonntag wird diese Komposition im Rahmen eines besonderen Familiengottesdienstes präsentiert. «Das Bild steht auch symbolisch für die Vielfalt der Menschen unserer Kirchgemeinde», sagt Pfarrer Martin Zingg. Entworfen wurde das Ganze von der regionalen Künstlerin Sibylle Bolliger.

Ballone flogen bis Deutschland

Neben dem entstandenen Bild wurden im August auch Dutzende von Ballonen von Klein und Gross mit Nachrichten entsandt. «Es gab viele Reaktionen darauf. Einige Ballone kamen bis in den süddeutschen Raum», sagt Zingg. Von kurzen Rückmeldungen bis hin zu langen Briefen sei alles zurückgekommen. Rund 200 Personen fanden den Weg in die Kirche im August, um das Jubiläum zu feiern.

Besonders für die jüngsten Gäste wurde gesorgt: So gab es neben rhythmischer Balkanmusik der Musikgruppe Sassa auch ein Figurentheater zu sehen. «Uns ist ein familienfreundliches Programm sehr wichtig», sagt Marianne Reist, Präsidentin der Kirchgemeindekommission Untersiggenthal. So können mit einem guten Rahmenprogramm auch viele Reformierte, die keine Kirchgänger sind, angelockt werden.

Im Zentrum steht aber weiterhin der Gottesdienst selbst. Um diesen möglichst spannend zu gestalten, bemüht sich Pfarrer Martin Zingg, aktuelle Themen anzusprechen. Im kommenden Familiengottesdienst soll deshalb der Auszug aus Ägypten mit der anschliessenden Wüstenwanderung ins gelobte Land behandelt werden.

Dabei rückt das Thema der Träume und Erwartungen, welche auf die Realität treffen, ins Zentrum. «Viele der Flüchtlinge kommen mit Träumen hierher, die nicht immer der Wirklichkeit entsprechen», sagt Zingg. Es stelle sich die Frage, wie man mit Träumen umgehen kann und wie sie dem Menschen auch helfen. Natürlich soll der Gottesdienst dabei auch für Kinder verständlich bleiben: Schliesslich wissen auch die Jüngsten wie es ist, wenn Träume in Erfüllung gehen oder eben auch nicht.

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