Wettingen
Rega und TCS zeigen sich gemeinsam am Rettungstag in Wettingen

Seit Wochen herrscht zwischen Rega und TCS dicke Luft. Es geht um die Rettungsheli im Aargau. Am Samstag haben sich die beiden nun am Rettungstag in Wettingen präsentiert, blieben dabei aber auf Distanz.

Matthias Steimer
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Seit Kurzem darf wegen kürzerer Einrückzeit der TCS die Rettungen im Kanton Aargau ausführen; die Rega ist verärgert. Am Samstag flogen beide Organisationen Wettingen an, um sich am Rettungstag zu zeigen.

Die Rega landete auf dem Rathausplatz, der TCS später auf der Brühlwiese. Hand in Hand traten die Konkurrenten also nicht auf. Die Tatsache, dass immerhin beide Flugwachten teilnahmen, kommentierte Gemeindeammann Markus Dieth so: «Wettingen bringt sogar die Rega und den TCS zusammen - und das wollen die Leute.»

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AZ

Verhärtete Fronten

Doch es blieb beim Vermittlungsversuch, die diplomatischen Fronten blieben verhärtet. Angesprochen auf die Signalwirkung des gemeinsamen Anflugs: «Wir sind heute nicht aus politischen Gründen hier, sondern um uns den Leuten zu zeigen und ihnen für ihre Gönnerbeiträge zu danken», erklärte Karin Hörhager von der Rega. Moreno Volpi vom TCS meinte: „Die Leute können sich jetzt überzeugen, dass unser Helikopter gleich gut ausgerüstet ist wie jener der Rega."

Bevölkerung will Kooperation

In Gesprächen wurde deutlich, was der Gemeindeammann vermutet hatte: Die Leute interessieren sich nur für ihre Sicherheit und nicht für die Farbe des Rettungshelikopters, sie wünschen sich eine Kooperation der Rega und des TCS. So bestaunten sie denn auch beide Helikopter gleichermassen.

Sie liessen sich von den kompetenten Fachkräften erklären, wie eine Rettung funktioniert und welche Geräte wann zum Einsatz kommen. Das war der Sinn des Rettungstages. Zahlreiche Sicherheitsorganisationen präsentierten sich der Bevölkerung, erklärten ihre Aufgaben und ihre Ressourcen.

Wettingen ist gewappnet

Mit Ständen rund ums Rathaus präsent waren nebst der Flugrettung die kommunale Polizei und Feuerwehr, Intermedic und nicht zuletzt der Samariterverein Lägern-Wettingen, deren Mitglied Anita Peter den Rettungstag organisierte. Zur Verfügung stand überdies der Zivilschutz, welcher der Bevölkerung klarmachte, dass sie in Katastrophensituationen auch auf diese Organisation angewiesen ist und auf sie zählen kann.

Die Zivilschützer demonstrierten ihre Wasserpumpe, mit der sie im Nu einen überfluteten Keller leerpumpen. Der Rettungstag zeigte: Wettingen ist dank seinen engagierten Sicherheitsorganisationen, die einander bestens ergänzen, gewappnet. Was die Bevölkerung alles lernte und erlebte, lesen Sie am Donnerstag in der Aargauer Zeitung.