Wettingen
Regionalpolizei-Chef: «Für Kriminaltouristen ist Region Wettingen der ideale Ort»

Repol-Chef Jürg Feitknecht zieht drei Monate nach Start der neuen Regionalpolizei Wettingen-Limmattal eine erste Bilanz. Im Fokus der Repol liegt die Prävention von Kleinkriminalität und Einbrüchen.

Pirmin Kramer
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Repol-Chef Feitknecht will seine Polizisten vermehrt für die Einbruchprävention einsetzen.

Repol-Chef Feitknecht will seine Polizisten vermehrt für die Einbruchprävention einsetzen.

Aargauer Zeitung

Seit drei Monaten und einem Zusammenschluss existiert die neue Regionalpolizei Wettingen-Limmattal. Seine Polizistinnen und Polizisten hätten ihr Augenmerk in dieser Zeit vermehrt auf die Prävention von Kleinkriminalität und Einbrüchen gelegt, sagt Repol-Chef Jürg Feitknecht. «Denn für Kriminaltouristen gilt die Region Wettingen als idealer Ort. Wir liegen nahe an einem Autobahnanschluss, auch fahren viele Busse und Züge von hier weg. Diebe können sich schnell aus dem Staub machen.»

Die Polizisten kontrollierten vermehrt Autos in den Quartieren, erklärt Feitknecht. «Wir erhalten auch viele Hinweise von Anwohnern, wenn beispielsweise Fahrzeuge mit ausländischen Nummernschildern im Quartier stehen, die sonst nie dort zu sehen sind.» So versuche die Regionalpolizei, den Einbruchstrend zu stoppen.

Neu 33 Beamte

Die Regionalpolizei entstand durch den Zusammenschluss der Polizei Wettingen und der Regionalpolizei Spreitenbach. 33 Polizistinnen und Polizisten sorgen für Sicherheit in den sechs Vertragsgemeinden Wettingen, Neuenhof, Würenlos, Spreitenbach, Killwangen und Bergdietikon, die zusammen rund 50'000 Einwohner zählen. Noch funktioniere die Zusammenarbeit des neuen Korps nicht perfekt, sagt Feitknecht. Zwar hätten sich die Beamten schon im Jahr zuvor kennen gelernt, als sie gemeinsam Nach- und Wochenenddienst leisteten.

Trotz Zusammenschluss arbeiteten aber auch heute noch nicht alle Polizisten unter einem Dach, was für das Team nicht optimal sei. Je ein Polizeiposten befindet sich in Wettingen, Spreitenbach sowie in Würenlos. «Wir warten darauf, an die Landstrasse 89 zügeln zu können, dann arbeiten die Polizisten des Korps am selben Standort», sagt Feitknecht. «Wir sind zuversichtlich, dass wir die neuen Büroräume im Januar beziehen können.»

Tägliche Patrouille an sechs Orten

Die Vorteile des Zusammenschlusses würden dennoch bereits jetzt überwiegen. Die Fusion ermögliche die tägliche Patrouille in allen Vertragsgemeinden, sei es mit den Autos, zu Fuss oder mit dem Velo. «Jeder Polizist, jede Polizistin wird in allen Gemeinden eingesetzt, was die Arbeit spannend macht. Ob sie im eher ruhigen Würenlos oder in den Ballungszentren Wettingen und Spreitenbach arbeiten, ist schon ein Unterschied.»

24-Stunden-Betrieb ab 2014

Bis im Juli noch leitet Jürg Feitknecht die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal, dann geht er in Pension. In den kommenden Monaten möchte er sein Korps so gut wie möglich auf den 24-Stunden-Betrieb vorbereiten, in dem ab dem Jahr 2014 gearbeitet wird. Die Polizeipräsenz rund um die Uhr soll das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung weiter erhöhen.