Otelfingen
Reise in die griechische Mythologie

Zwei Flöten, zwei Harfen und eine Celesta: Am kommenden Sonntag konzertiert das Ensemble Bilitis in der Mühle.

patricia hager
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Zwei Flöten, zwei Harfen und eine Celesta: Zusammen ergibt das eine wunderbare Klangwelt, die es in dieser Formation nur selten gibt. Gemeinsam mit einer Sprecherin zeigt das Ensemble Bilitis am Sonntag ein melodisches Konzertprogramm rund um die Geschichte des Hirtengottes Pan.

«Syrinx» von Claude Debussy, «Pan, Tytre und Krishna» von Albert Roussel oder «Divertissement Grec» von Philippe Gaubert. Bereits die Titel der Stücke zeigen, wohin die musikalische Reise am Konzert des Ensembles Bilitis führen wird: direkt in die griechische Mythologie. Konkret geht es dabei um die Geschichte des Hirtengottes Pan, der sich in die Nymphe Syrinx verliebt.

Da aber Syrinx seine Zuneigung verschmäht, flüchtet sie und lässt sich von der Schutzgöttin Artemis in ein Schilfrohr verwandeln. Da Pan trotzdem mit ihr zusammen sein will, schneidet er aus dem Schilfrohr eine Flöte und zieht damit durchs Land.

Les Chansons de Bilitis

Herzstück des Konzertes ist «Chansons de Bilitis» von Claude Debussy. Dieser Titel war es auch, der Barbara Schlatter, Flötistin und Organisatorin der klassischen Konzerte in der Mühle Otelfingen, zu diesem Konzertprogramm inspirierte. «Die wundersame Klangwelt dieses Stückes liess mich einfach nicht mehr los», verrät sie.

Das Stück ist die musikalische Vertonung des gleichnamigen poetischen Werkes von Pierre Louÿs, welches die Geschichte des Hirtenmädchens Bilitis erzählt, das vom Hirtengott Pan das Flötenspiel erlernt. Dies entstammt zwar nicht der griechischen Mythologie und ist von Louÿs frei erfunden, die Musik von Debussy dazu ist aber absolut einmalig und ein Kammermusik-Bijou des musikalischen Impressionismus.

Einmalige Formation

Das Ensemble Bilitis besteht aus den beiden Flötistinnen Barbara Schlatter und Yvonne Brühwiler, den beiden Harfenistinnen Julia Kreyenbühl und Johanna Baer sowie dem Pianisten Moritz Weber und der Sprecherin Sara Maurer. Zusammengefunden haben sich die sechs Musizierenden anlässlich dieser Aufführung. Die Initiantin des Projekts, Barbara Schlatter, ist seit über einem Jahr mit der Planung beschäftigt. «Es ist eine aufwändige Produktion, aber mit diesem Konzert erfülle ich mir auch einen lange gehegten musikalischen Traum», erzählt sie.

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