Gemeidne im Mittelpunkt
Remigen im Regen: Jetzt fehlt nur noch das Bushäuschen

Remigen war am Freitagabend die letzte Station von «Gemeinden im Mittelpunkt» für 2011. Vor dem Volg fanden sich einige Remiger zum Feierabendschwatz ein. Der Regen trübte die Festlaune.

Martin Rupf
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Gemeinde im Mittelpunkt in Remigen
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Gemeinde im Mittelpunkt in Remigen

AZ

So ein Pech aber auch! Da hat es seit Wochen nicht mehr geregnet und ausgerechnet auf der letzten Station der Serie «Gemeinden im Mittelpunkt» giesst es aus Kübeln. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb finden sich am Freitagabend die Remigerinnen und Remiger unter dem Volg-Zelt ein, um bei einem Glas Wein und köstlichen Snacks den Feierabend einzuläuten. Die ersten drei, die erschienen sind, sind Simon Brack (17), Ruedi Wyser (18) und Samuel Bearda (17). Die drei Jugendlichen wohnen zwar nicht in Remigen, absolvieren hier aber ihre Metzgerlehre beim Metzger Wernli. «Hier vor dem Volg trinken wir immer unser Feierabendbier», verraten sie.

Die Exekutive ist an diesem Abend durch Gemeinderat Roland Blum vertreten. «2003 bin ich aus Fislisbach hierher gezogen, weil wir etwas Ruhiges gesucht haben.» An Remigen schätze er, dass man sich untereinander kenne. Tatsächlich: Vor dem Volg geht es zu und her wie an einem Familienfest. Die Menschen grüssen sich beim Vornamen, scherzen oder tauschen Neuigkeiten aus. So etwa Bruno Willimann, Fritz Joho - beide seit 25 Jahren in Remigen wohnhaft - und Urs Fehlmann. Fritz Joho: «In Remigen gefällt es mir einfach; es hat hier alles.» Fehlmann ergänzt: «Wir haben zufriedene Bewohner in Remigen; Streitereien gibt es hier keine - zumindest bekomme ich sie nicht mit.» Stolz ist Fehlmann auch darauf, dass es im 1100-Seelen-Dorf 17 Vereine gibt. «Es wohnen auch viele Junge in Remigen und viele Familien sind bereits in 3. oder 4. Generation hier», sagt Fehlmann.

Ebenso fühlt sich Maria Geissberg rundum wohl in Remigen - und das seit 47 Jahren. Nur etwas fehlt ihr. «Ich habe schon lange bei der Gemeinde reklamiert, dass es hier keine Bushäuschen hat. Doch bis jetzt ist noch nichts passiert - schreiben Sie das in der Zeitung!»