Dutzende Selfies, Fotos und Filme machten die Besucher des Tägiparks vom aussergewöhnlichen Besucher am Wochenende. Auch Berührungen und Streicheleinheiten waren erlaubt. Doch das Rentier «Snow» liess nicht alles mit sich machen.

Wer seinem Geweih zu nahe kam oder ihn zu sehr als Kuscheltier behandelte, der wurde mit einem kleinen Hieb ab und an eines besseren belehrt. «Snow wehrt sich sofort, wenn ihm etwas nicht passt», bestätigte auch Toni Luginbüehl, Geschäftsführer der grössten privaten Rentierzucht der Schweiz, zu der auch Snow gehört.

Zusammen mit seinem Neffen Joe Luginbüehl führte er Snow an der Leine und sorgte dafür, dass dem Rentier niemand zu nahe kam. Den Vorwurf der Tierquälerei liess Luginbüehl nicht gelten. «Viel schlimmer sei es für einen Hund im Tägipark, der nicht an grosse Menschenmengen gewöhnt ist – was aber niemand verurteilt», meinte er. «Für Snow hingegen ist das gewohntes Business.»

Seit drei Jahren absolviert das Rentier Rundgänge in der Öffentlichkeit. «Vor zwei Wochen waren wir mit ihm am Weihnachtsumzug in Montreux», sagte Luginbüehl. Den Bock kennt man auch aus der aktuellen Swisscom-Werbung mit dem sprechenden Rentier.

Luginbüehl beteuerte zudem: «Wir merken, wenn dem Tier nicht mehr wohl wäre und brechen dann den Rundgang sofort ab.» Zudem habe Snow zwischen den insgesamt drei Rundgängen jeweils 45 Minuten Pause in seinem Anhänger.