Wettingen
Restaurant im Schartenfels wiedereröffnet – mit Panoramablick auf Baden

Der Umbau des Restaurants Schloss Schartenfels hat drei Jahre gedauert. Neue Attraktion ist das Panoramafenster. Stolz sind darauf auch die Ortsbürger von Wettingen, die 2,3 Millionen in das Ausflugrestaurant investiert haben.

Dieter Minder
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Die Gemeinde Ennetbaden liess zugunsten dieser Sicht Bäume fällen.

Die Gemeinde Ennetbaden liess zugunsten dieser Sicht Bäume fällen.

DM

«Wir Ortsbürger sind stolz auf unser Schloss Schartenfels und das neue Panoramafenster», sagte Emil Bosshard. Der Anlass für diese Feststellung bot dem Präsidenten der Wettinger Ortsbürgerkommission die offizielle Wiedereröffnung des Restaurants Schloss Schartenfels. Und dessen neue Hauptattraktion ist unbestritten das Panoramafenster im Rittersaal.

Das Fenster, als Erker ausgebildet, der bis 1,5 Meter über die Fassade hinausragt, nimmt die gesamte Nordwand des Saales ein. Es bietet einen atemberaubenden Blick auf den Geissberg, Baden und Ennetbaden. «Wir haben Gäste, die ausdrücklich im Rittersaal einen Fensterplatz verlangen», sagt Wirtin Denise Riederer.

Dank dem Fenster ist aus dem ehemals eher düsteren Rittersaal auch ein sehr heller, lichtdurchfluteter Speiseraum geworden, in dem auch mehr Gäste essen können. Die Gemeinde Ennetbaden liess zudem Bäume fällen, was zusätzlich der Aussicht zugutekommt.

Die im vergangenen jahr auf dem Schlossdach montierte Wärmerückgewinnung
8 Bilder
Restaurant Schloss Schartenfels erhält neuen Erker mit Panoramafenster
Der Pneukran ist absolut horizontal ausgerichtet
Der Panoramaerker im Rittersaal
Das Wappen über dem Schlosseingang
Das Fensterlement wird mit vier Saugnäpfen am Traggestellt des Kranns festgehalten
Architekt Tim Wieland kontrolliert den im Erker montierten Fensterrahmen
Das Fensterelement wird im Rahmen des Erkers eingebaut

Die im vergangenen jahr auf dem Schlossdach montierte Wärmerückgewinnung

Annika Bütschi

Drei Jahre hatte die Neugestaltung gedauert, die effektive Bauzeit betrug aber nur rund 5 Monate. Die Arbeiten waren primär während den Betriebsferien des Restaurants ausgeführt worden. Insgesamt haben die Ortsbürger 2,3 Millionen Franken in das Ausflugsrestaurant am Lägernhang investiert.

Dies ist wesentlich mehr als die ursprünglich angenommenen rund 1,7 Millionen Franken. Die Mehrkosten sind auf das schlechte Mauerwerk und Einsprachen zurückzuführen. «Die Einsprachen von Denkmalpflege und Heimatschutz haben uns Mehrkosten von rund 220 000 Franken verursacht, ohne dass dabei ein Mehrwert entstanden ist», sagte Bosshard. So musste die Wärmerückgewinnungsanlage auf dem Dach extra flach ausgeführt werden, um das Gesamtbild des Schlosses nicht zu stören.

Zudem durfte das Gewicht des über die Fassade hinausragenden Erkers nicht über eine zusätzliche Stütze getragen werden. Der Erker selber ist ein Leichtbau im Minergie-P-Standard. So wird verhindert, dass es hinter der Scheibe zu heiss wird, wenn die Abendsonne scheint.

Der 1. April war auch ein persönliches Jubiläum von Denise und Gian Riederer: Vor sieben Jahren haben sie als Pächter das Restaurant Schloss Schartenfels von den Ortsbürgern übernommen.