Kurz vor 13.30 Uhr hörte man vor dem Restaurant Engel in Ehrendingen die ersten Töne der Guggenmusik. Der Startschuss für den traditionellen Kinder-Fasnachtumzug mit anschliessendem Kinderball wurde mit lautem Klatschen begrüsst. Ritter, Piraten, Prinzessinnen und Hexen hüpften fröhlich auf und warfen mit Konfetti um sich.

Zahlreiche Kinder hatten sich in Begleitung ihrer Eltern vor dem Gasthof am Engelplatz versammelt, um am Umzug teilzunehmen. Der Dirigent der «Gipsbachschluderi», der als Schneewittchen verkleidet war und einen vergifteten Apfel als Taktstock trug, führte die Musikergruppe an.

Ehrendingen: Ritter und Hexen hüpfen zum Kinderball

Von der Strasse zur Party ...

Hinter dem Dirigenten durften die jüngsten Mitglieder der Guggenmusik die Menschenmenge mit ihren Trommeln und Trompeten durch die engen Strassen führen. Auch ein paar Eltern erschienen verkleidet und liefen mit ihren Sprösslingen den Kirchweg entlang. Viele Anwohner öffneten die Fenster, um der Fasnachtgesellschaft zuzuwinken und den Umzug aus nächster Nähe zu verfolgen.

Nach dem Umzug in die Halle

Auch die Kinder des Vereins Tagesstrukturen Ehrendingen durften mit ihren Betreuern am Umzug teilhaben. Während sie hin und her rannten, machten sich die Kinder einen Spass daraus, ihre Leiter mit Konfetti zu bewerfen. Chantal, eine der Leiterinnen, erzählte begeistert: «Wir haben alle zehn Kinder alleine und unterschiedlich geschminkt.»

Nach einem fröhlichen 30-minütigen Marsch durch das kleine Dorfviertel machte die Menge vor der Mehrzweckhalle Lägernbreite halt. Die versammelten Kinder warteten ungeduldig darauf, in der Halle endlich weiterfeiern zu dürfen. Nach nur zehn Minuten war die Mehrzweckhalle voll.

An zwölf langen Tischen sassen die Eltern mit ihren Kindern eng aneinander. Die ersten Kinder sammelten bereits das Konfetti am Boden auf, um es für die spätere Schlacht aufzuheben. Nachdem die meisten einen Platz gefunden hatten, sprach auf der Bühne ein als Hahn verkleideter Mann. «Schön, dass ihr alle, trotz Ferien, so zahlreich erschienen seid», so der Hahn.

Nach ein paar Worten über den weiteren Verlauf des Nachmittags, lud er die Kinder auf die Bühne ein, um zu fasnächtlicher Kindermusik herumzuhüpfen. Doch erst holten sich rund 30 Kinder beim Eingang der Halle eine Nummer, um beim Wettbewerb für das schönste Kostüm mitmachen zu können.