Es ist toll zu sehen, wie die Leute zu der Musik abgehen, die du gerade spielst», sagt Hannes Wittwer, Schlagzeuger der Band Dinner 4/5. Die Rock 'n' Jazz Night der Kanti Wettingen war wie immer ein voller Erfolg. Der Saal des «Merkkers» war prall voll; die Stimmung der Besucher war ausgelassen. Die meisten Jugendliche hatten am Mittwoch ihren letzten Schultag für diese Woche; die Party konnte starten.

Den Anfang machten Julionair. Mit alternativem Pop stimmten sie die Gäste auf den Abend ein. «Es ist einfach nur lässig, hier zu spielen», so Julia Gründisch, Sängerin von Julionair. Weiter ging es mit dem Jazz-Funk Workshop. Die Schüler der Kanti Wettingen demonstrierten ihr Können mit Erfolg - die Zuschauer waren begeistert.

Keine Spur von Nervosität

Es schien fast so, als kenne jeder jeden. An allen Ecken traf man auf bekannte Gesichter. Es sei schön, dass man auch mal Leute treffe, die man zwar jeden Tag in der Schule sehe, aber mit denen man nie im Ausgang sei, sagte Marlies Erb, ebenfalls Schülerin der Kantonsschule Wettingen.

Dann war die Reihe an der Band Mister Pinut. Die Band überzeugte mit einer eher unkonventionellen Mischung aus Rap und Jazz. Welche andere Band rappt über die Angst vor dem Wald oder beschreibt Bewohner einer Stadt als Fische, die durch die Gassen schwimmen? Dank den Saxofonisten bekam der Schweizer Mundart-Hip-Hop einen jazzigen Touch.

Funk-Rock zum Schluss

Bei Dinner 4/5 war von Aufregung nicht zu spüren. Die Band aus Brugg spielte eine Mischung aus Jazz und Funk. Vor allem die Trompete und das Saxofon bestimmten den Klang der Songs. «Erstaunlicherweise waren wir fast nicht nervös. Während des Konzerts verschwand die Angst, etwas falsch zu spielen, fast ganz», so Hannes Wittwer, Drummer von Dinner 4/5.

Den Abschluss des Abends bildeten For Funks Sake. Wie der Name schon sagt, spielen die vier Schüler Funk-Rock. Eine Kombination, die bei den Zuschauern anscheinend super ankam. Die Stimmung war jetzt auf dem Höhepunkt. Um zwölf Uhr war dann Schluss. Glücklich und aufgedreht strömten die Besucher hinaus in die kalte Nacht.