Hells Angels vs. Outlaws
Rocker-Krieg: Verletzungen nicht gravierend, Polizei sucht Zeugen

Alle beim Angriff im Badener Pub «Pickwick» verletzten Personen sind nicht mehr im Spital - der bei einer Person vermutete Schädelbruch hat sich nicht bewahrheitet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren - Überwachungskameras werden ausgewertet.

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Keystone

Alle beim Angriff in einem Badener Pub verletzten Personen sind nicht gravierend verletzt. Sie konnten im Verlaufe des gestrigen Vormittags das Spital wieder verlassen. Die Staatsanwaltschaft und
Kantonspolizei suchen Augenzeugen des tätlichen Angriffs von Donnerstagabend.

Die Schlägerei dürfte im Zusammenhang mit der Gründung eines Ablegers des Motorrad-Clubs «Outlaws» in Baden stehen. Da die Hells Angels seit Jahren mit den Outlaws in Konflikt stehen, wollen sie den Badener-Ableger nicht tolerieren.

Die beiden verletzten Männer aus dem Umfeld der Outlaws, die nach dem Angriff im Badener Pub ins Spital eingeliefert werden mussten, wurden bereits nach einigen Stunden wieder nach Hause entlassen. Der Verdacht des Schädelbruchs beim 46-jährigen Schweizer hat sich nach medizinischen Abklärungen im Kantonsspital Baden nicht bewahrheitet.

Staatsanwaltschaft bündelt Fälle

Bisher konnte die Täterschaft nicht ermittelt werden. Es könnte auch sein, dass sich die Mitglieder der angreifenden Gruppe Verletzungen zugezogen hat.

Die Staatsanwaltschaft Aargau hat eine Untersuchung eröffnet. Die Ermittlungen werden von der gleichen Staatsanwältin koordiniert, die bereits den Fall Erendingen vor einem Jahr in Bearbeitung hat - beide Vorfälle werden nun zentral angegangen.

Die Polizei sucht Augenzeugen des Übergriffes im «Pickwick Pub Baden». Zeugen werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Aargau (Tel. 062 835 81 81) zu melden.

Überwachungskameras am Tatort

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Angreifer in Fahrzeugen anreisten. Denn nur drei Minuten nach Beginn der Schlägerei erschienen die ersten Polizeibeamten am Tatort - die Angreifer waren dann aber bereits verschwunden.

Laut Polizeiquellen stehen die Chancen gut, dass die Angreifer dank zahlreicher Überwachungskameras in der Gegend identifiziert werden. (cbk)