Stadtammann-Wahl
Roger Huber: «Die CVP macht deutlich, dass sie mich unterstützt»

Die CVP verzichtet nach dem Rückzug von Markus Schneider auf eine klare Empfehlung der FDP-Kandidaten. Trotzdem will Roger Huber (FDP) im zweiten Wahlgang die Wähler für sich gewinnen, die am 13. Januar Markus Schneider wählten.

Martin Rupf
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FDP-Stadtammannkandidat Roger Huber. Emanuel Freudiger

FDP-Stadtammannkandidat Roger Huber. Emanuel Freudiger

Herr Huber, zahlen Sie Ihrem Stadtratskollegen Markus Schneider jetzt eine Kiste Bier, weil er im 2. Wahlgang nicht mehr antritt?

Roger Huber: Eine Kiste des neuen Biers «Müller extra»? Nein, im Ernst: Ich möchte Markus Schneider ganz herzlich danken für seine Aufrichtigkeit und seine Bereitschaft, sich nach dem ersten Wahlgang zurückzuziehen.

Roger Huber (39)

Der FDP-Stadtrat Roger Huber ist seit 2004 Mitglied des Stadtrates von Baden und als solcher Ressortvorsteher Liegenschaften/Anlagen. Von 1999 bis 2003 war er für die FDP im Einwohnerrat. Von 2000 bis 2004 präsidierte er die FDP-Stadtpartei. Im 1. Wahlgang machte Huber 1495 Stimmen und lag somit 134 Stimmen hinter Geri Müller.

Wie gross schätzen Sie persönlich die Chancen ein, am 3. März als neuer Badener Stadtammann und Nachfolger von Stephan Attiger gewählt zu werden?

Grundsätzlich schätze ich meine Chancen gut ein, sonst würde ich beim 2. Wahlgang nicht mehr antreten. Für das «team baden» tritt mit Geri Müller aber eine bekannte Person an. In einer solchen Konstellation hat man nie von vornherein gewonnen. Mein Team und ich müssen weiterhin einen guten und beherzten Wahlkampf führen.

Geri Müller sagt, es sei eine Illusion, dass alle Stimmen der CVP an die FDP gehen. Ihre Meinung dazu?

Natürlich werden nicht alle Wählerinnen und Wähler, die am 13. Januar Markus Schneider gewählt haben, nun zwingend meinen Namen auf den Wahlzettel schreiben. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich aufgrund meines Leistungsausweises und meiner politischen Haltung möglichst viele von ihnen von mir überzeugen kann und sie mich auch wählen werden.

Am Dienstagabend hat die CVP in der Mitteilung geschrieben, sie wünsche sich für Baden eine bürgerliche Regierung – aber es fehlt eine klare Empfehlung der FDP-Kandidaten. Enttäuscht Sie das?

Nein. Die CVP macht ja mit ihrem Wunsch nach einer bürgerlichen Regierung deutlich, dass sie Stadtratskandidat Peter Courvoisier und mich im zweiten Wahlgang unterstützt.

Wie stehen Sie zur Handschlag-Diskussion? War es richtig, diesen Handschlag zu machen, oder leidet darunter die Glaubwürdigkeit?

Der Handschlag war richtig. Es ist zentral, dass die bürgerlichen Kräfte in dieser Stadt nun für den zweiten Wahlgang zusammenstehen. Im Übrigen schauen wir jetzt aber nach vorne. Ich freue mich auf eine engagierte 2.Wahlkampfphase und gute Diskussionen mit der Badener Bevölkerung.

Ja oder nein: Heisst der neue Stadtammann von Baden Roger Huber?

Ich bin kein Prognostiker – warten wir doch nun erst einmal den 3. März ab.