Baden
Roger Huber wird nicht als Stadtammann-Kandidat gegen Geri Müller antreten

Den ersten persönlichen Entscheid im Hinblick auf den Badener Wahlherbst hat Roger Huber der FDP vorweggenommen. Er werde nicht als Stadtammann gegen Geri Müller antreten, aber für eine weitere Amtsperiode im Stadtrat.

Roman Huber
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Roger Huber: Wird im Herbst nicht als Ammann kandidieren.

Roger Huber: Wird im Herbst nicht als Ammann kandidieren.

EMANUEL PER FREUDIGER

Roger Huber wird im Herbst nicht als Badener Stadtammann-Kandidat zur Verfügung stehen. «Es ist mein persönlicher Entscheid», betont Roger Huber gegenüber der Aargauer Zeitung.

Er habe sich im Nachgang zum Wahlsonntag bewusst Bedenkzeit ausbedungen und nun den Vorstand der FDP an der letzten Sitzung darüber informiert, dass er als Stadtammann-Kandidat für die Wahlen im Herbst der Partei nicht zur Verfügung stehen werde und dass er diesen Entscheid öffentlich bekannt geben möchte.

«Ich wäre gerne Stadtammann von Baden geworden», gesteht Huber. Doch dies habe er um wenige Stimmen verpasst. Er respektiere diesen Volksentscheid und könne damit gut leben. «Schliesslich erfüllt mich auch mein Beruf als Anwalt voll und ganz», fügt Huber an.

«Ich bin aber motiviert, mich als Stadtrat weiterhin für das Wohl der Stadt und ihrer Bevölkerung einsetzen zu können und habe Freude an dieser Arbeit», sagt Huber. Damit macht er klar, dass er sich für eine weitere Amtsperiode als Stadtrat zur Verfügung stellen werde.

Er vertraue auch darauf, dass Geri Müller das Steuer dieses Schiffs richtig im Griff haben wird. «Wir haben persönlich ein sehr gutes Einvernehmen, und es wäre mir wohl darum auch schwergefallen, den Sitz des amtierenden Stadtammanns anzugreifen», fügt Huber im Sinne einer sportlichen Begründung seinem persönlichen Verzichts-Entscheid an.

Auf den frei gewordenen Sitz des Vizeammanns angesprochen, erklärt Huber, dass er sich damit noch nicht befasst habe.

«Wir haben diesen Entscheid so entgegengenommen und respektieren ihn», sagt FDP-Präsident Matthias Bernhard. Die FDP werde jetzt sicher nicht überstürzt handeln, sondern die Situation analysieren und abwägen, wie man in den Wahlherbst gehen werde.

Ein Entscheid über einen Angriff auf den verlorengegangenen Ammannsitz und respektive oder auf den zweiten Stadtratssitz werde sicher bis Ende Monat gefällt.

Bei der CVP wartet man die Generalversammlung ab. «Die Basis soll entscheiden, ob der Sitz des Ammanns angegriffen werden soll oder nicht», erklärt Parteipräsident Matthias Gotter. Dabei nimmt er noch keinen Namen in den Mund, wobei es laut Gotter sicher ein bisheriger CVP-Stadtrat sein müsste.

Markus Schneider bestätigt, dass er auch jetzt noch gerne das Amt des Stadtammanns ausüben würde. «Ich werde nun abwarten, wie sich die Partei entscheiden wird», so Schneider.

Auch für Stadtrat Reto Schmid wäre das Stadtammannamt reizvoll. «Wenn mein Name ins Spiel gebracht würde, dann müsste ich mir sicher ernsthafte Gedanken darüber machen.»