Baden
«Royal» startet heute Abend mit einem Knall in die neue Saison

Die Veranstalter des Kulturlokals präsentieren ihr neues Programm. Die Saison eröffnet eine mexikanische Garage-Punk-Band. Im Royal geht es aber nicht jede Woche wild zu und her. Weitere Höhepunkte der Saison sind eine Lesung und ein Stummfilmabend.

Dennis Kolcava
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Im Royal wird bald wieder gerockt, gelauscht und getanzt.

Im Royal wird bald wieder gerockt, gelauscht und getanzt.

ZVG

Mit einer Explosion, im wahrsten Sinne des Wortes, geht es los: Heute Abend tritt die mexikanische Garage-Punk Band Los Explosivos im Royal auf. Im Kulturlokal an der Bahnhofstrasse soll es aber nicht jede Woche wild zu-und-hergehen. So sind weitere Saisonhöhepunkte wie etwa der Stummfilmabend The Dark Carnival und eine Lesung des deutschen Satirikers Max Galdt geplant.

An dieser Bar wird bald wieder ausgeschenkt
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Im Juni feierte das Royal sein 100 Jahre Jubiläum
Das Royal kombiniert den Auftritt der Band mit dem Einsatz von Bildmaterial auf der Leinwand

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Veranstalter picken die Rosinen

«Durchschnittliches gibt es bei uns nicht», sagt Andy Hofmann, Mitverantwortlicher für das Programm im «Royal». «Wir wollen nicht das Partyvolk anziehen, sondern offene Menschen, die Kultur erleben wollen», fügt er hinzu. Bei der Programmgestaltung stehen Vielfalt und Abwechslung im Vordergrund. «Wir sind narrenfrei, weil wir aus allen Kunstformen die Rosinen picken können», sagt Hofmann. Das «Royal-Team» fungiert als Trägerverein, der eigene Anlässe organisiert, seinen Raum aber auch anderen Veranstaltungsgruppen für deren Programm zur Verfügung stellt. «Der bunte Mix führt dazu, dass wir kein Stammpublikum haben», sagt Hofmann. Die meisten Anlässe hätten einen Geheimtipp-Charakter. «Die Badener kommen nur, wenn lokales Programm angesagt ist», meint er. Das Publikum komme mehrheitlich aus Zürich.

«Für die neue Saison haben wir die Musikanlage aufgebessert», sagt Hofmann. Zudem habe man die aus mehreren Bildschirmen zusammengesetzte «Video-Jukebox» auf Vordermann gebracht. Der Raum bleibe allerdings schlicht. Hofmann: «Die Leute schätzen den Minimalismus.»

An der administrativen Front konnten die Veranstalter einen Schlüsselerfolg verbuchen: Sie haben einen Zwischennutzungsvertrag bis Mitte 2016 mit dem Vermieter unterzeichnet. Somit bleibt das Kulturlokal der Stadt Baden vorerst erhalten.