Petition

Rücksichtslose Autoposer: Wettingerin fordert mehr Polizei-Kontrollen

Lauter als die Polizei erlaubt: Die Landstrasse in Wettingen ist beliebt bei Fahrern, die Motoren aufheulen lassen und nach Kreiseln stark beschleunigen. (Symbolbild)

Lauter als die Polizei erlaubt: Die Landstrasse in Wettingen ist beliebt bei Fahrern, die Motoren aufheulen lassen und nach Kreiseln stark beschleunigen. (Symbolbild)

Auf der Onlineplattform petitio.ch häufen sich Vorstösse zu Verkehrslärm. Auch eine Wettingerin wehrt sich so.

Sogenannte Autoposer sind im Aargau ein leidiges Thema. In den letzten Monaten häuften sich die Onlinepetitionen auf der Plattform petitio.ch, mit denen lärmgeplagte Menschen versuchen, etwas zu bewegen. Werden genug Unterstützende erreicht, geht das Anliegen zur Beantwortung an die Gemeinden.

Eine weitere Petition kommt nun aus Wettingen hinzu. Eher ungewöhnlich ist in diesem Fall aber, dass sie bisher nur auf wenig Resonanz gestossen ist: Obwohl bereits am 29. Juli gestartet, unterstützen erst 27 Personen die Petition «Stopp den Autoposern auf der alten Landstrasse» von Christina Boesiger. Sie lebt seit zehn Jahren im Dorf; mit kurzem Unterbruch: «Seit wir wieder hierhergezogen sind, ist mir aufgefallen, dass der Verkehrslärm eindeutig zugenommen hat.»

Sie und ihr Mann überlegen sich, wieder wegzuziehen, sollte es nicht besser werden. Doch erst einmal setzt das Ehepaar alle Hoffnungen in das neue Haus, das vor ihrem Daheim im Bau ist: «Und dann hoffentlich als Schallschutz dient, damit es nicht mehr so laut von der Landstrasse her tönt.»

Nicht nur, dass «diese Autoposer» die bereits sehr stark lärmbelastete Landstrasse noch mehr belasten, sie «stellen vermehrt auch eine Gefahr für Kinder und ältere Menschen dar», schreibt Boesiger in der Petition. Durch diese zusätzliche Lärmbelästigung verliere Wettingen sehr an Attraktivität für potenzielle Neuzuzüger und Steuerzahlende, ist sie sich sicher.

Noch 173 Unterschriften nötig

Boesiger fordert, dass die Polizei an der Landstrasse Lärmmessgeräte aufstellt: «Ich bin mir sicher, das würde hier sehr viel bringen.» Auch regelmässige Kontrollen in den Abendstunden und vor allem an den Wochenenden fände sie sinnvoll. Mitte Mai berichtete die AZ über den Wettinger Markus Krebs, der sich ebenfalls gegen Autolärm einsetzt: «Bubis terrorisieren die Strassen von Wettingen» nennt er das.

Roland Jenni von der Regionalpolizei sagte damals zur AZ: «Die Meldungen aus der Bevölkerung von Motorlärm kommen leider immer erst hinterher. Die Beweisführung des zu hohen Motorenlärms ist sehr schwierig.» Boesiger setzt denn auch nur wenig Hoffnung in die Petition, aber: «Ich wollte es nicht unversucht lassen», sagt sie. Noch läuft die Petition zwei Wochen.

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