Ennetturgi

Rückwärtsfahren mit dem Gelenkbus und 22 Tonnen im Gepäck

Für einmal diente der ABB-Parkplatz als Trainingsgelände für Hobby-Buschauffeure. Es war die Möglichkeit, sich einen Bubentraum zu erfüllen. 35 Personen, in vier Gruppen unterteilt, stellten sich dieser Herausforderung.

Wer schon immer einmal am Steuer eines 16 oder 22 Tonnen schweren Gefährts sitzen wollte, hatte am Samstag Gelegenheit dazu. Auf dem ABB-Parkplatz in Ennetturgi durften alle Interessierten zwei Busse der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) lenken. 35 Personen, in vier Gruppen unterteilt, stellten sich dieser Herausforderung.

«Ich habe letztes Jahr den Bericht in der Zeitung gelesen und bedauerte damals, dass der Anlass ‹selber einen Bus lenken› schon Vergangenheit war», sagt Olivia Honegger aus Mellingen. Heuer wollte sie dieses Erlebnis auf keinen Fall verpassen. «Es war einfach super. Ich habe mir damit einen Traum erfüllt», sagt sie nach der Fahrt begeistert.

Spass gemacht hats auch Peter Boehnlein, der sich als Erster der 12-Uhr-Gruppe hinters Lenkrad klemmte.

Nachdem der Sitz auf die Grösse des Fahrers und das Lenkrad in die gewünschte Position gerückt war, erklärte ihm die Chauffeuse Inge Friedrich kurz zwei drei Knöpfe, bevor Boehnlein sanft aufs Gaspedal drücken durfte. «Mit dem Gas muss man vorsichtig umgehen», betonte Friedrich. Das Gas hatten denn auch die meisten Hobby-Chauffeure wunderbar im Griff, die Bremse eher weniger.

Kein einfaches Unterfangen

Ganz so einfach ist es denn auch nicht, einen 16 Tonnen schweren «normalen» Bus und einen 22 Tonnen schweren Gelenkbus elegant zu chauffieren. Eine besondere Herausforderung war das Rückwärtssetzen mit dem Gelenkbus, was nicht allen auf Anhieb gelang. Die Freude stand am Schluss aber allen ins Gesicht geschrieben. Und so stärkten sie sich dann bei Wurst und Brot, bevor es ans Rangverlesen ging.

Bereits zum 5. Mal führten die RVBW diesen Anlass durch. «Punktgenaues Fahren und das Formulieren einer Durchsage haben wir neu in den Parcours integriert», sagt Corinne Gubler, Verantwortliche Marketing und Verkauf. Ziel dieser Kurse sei einerseits, den Menschen, die sich damit einen «Bubentraum» erfüllen möchten, die Möglichkeit dazu zu geben. Andererseits wolle man aber auch das Verständnis für die Arbeit der Chauffeure schärfen. Und so genossen nach den Trainingseinheiten die Berufs- und Hobby-Chauffeure den Austausch untereinander. Wer den Event «feel the bus» verpasst hat, hat am 4. Mai 2013 Gelegenheit, dabei zu sein. Die Details werden im Frühjahr im Internet aufgeschaltet.

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