Ennetbaden

Rund-Spaziergang im Bädergebiet ist bald Realität

Die Gemeinde Ennetbaden gibt Gas bei der Umsetzung des Entwicklungsrichtplans Bädergebiet. Das Paket mit der Neugestaltung der Badstrasse, Uferweg, neuem Platz und Mättelisteg kostet 8,5 Millionen Franken

Die Gemeinde Ennetbaden gibt Gas bei der Umsetzung des Entwicklungsrichtplans Bädergebiet. Die Aufwertung entlang der Limmat mit dem geplanten Rund-Spaziergang im Bädergebiet lässt man sich auch etwas kosten.

Total plant die Gemeinde, in den kommenden Jahren rund 8,5 Mio. Franken in ihre öffentliche Räume im Bäderquartier zu investieren. Mit dem Hirschenplatz ist ein erster Teil realisiert. Der Postplatz ist zurzeit in Bau.

Jetzt treiben Gemeinderat und Bauverwaltung die weiteren Projekte voran: Neugestaltung der Badstrasse auf ihrer ganzen Länge, Winzerweg mit Goldwandsteg (Arbeitstitel), der zum Oederlin-Areal führen wird, und Mättelisteg über die Limmat, den Ennetbaden zusammen mit Baden und Obersiggenthal erstellen will, wobei die Ennetbaden federführend ist.

Ziel: Sommergmeind 2014

Die Gemeinde verspricht sich einiges von den geplanten Projekten. Laut Bauverwalter und Projektleiter Andreas Müller sei offen, wieweit die einzelnen Teile etappiert würden.

«Alles aufs Mal ist ohnehin nicht möglich», erklärt Müller. Denn mit der Überbauung Schwanen und der geplanten Sanierung der alten Post werden dannzumal im selben Gebiet zusätzlich zwei private Grossbaustellen in Betrieb sein.

Ob die einzelnen Projekte der Gemeinde als Gesamtpaket oder einzeln der Gemeindeversammlung unterbreitet werden, ist auch noch offen. Der Gemeinderat möchte den Kredit für die Neugestaltung der Badstrasse an die Sommergmeind bringen. Die weiteren Vorhaben will man auf den Baufortschritt auf der Badener Seite (u. a. Botta-Bad) abstimmen.

Die Etappierung sei auch eine Kostenfrage, erklärt Müller. Die Gemeinde will die Realisierung ihrer Projekte so gestalten, dass die Verschuldung nicht über 12 Millionen Franken steigt.

Das bestätigte Gemeindeammann Pius Graf anlässlich einer sehr gut besuchten Orientierungsversammlung am vergangenen Samstag. Ein kurzfristiger massiver Schuldenanstieg sei jedoch unvermeidbar.

Wartender Blick nach Baden

Vor mehreren Jahren haben Baden und Ennetbaden in einem gemeinsamen Wettbewerb für die Gestaltung des öffentlichen Raumes ein Siegerprojekt erkoren. Inzwischen ist die Planung fortgeschritten.

Die über die Limmat auskragende Badstrasse wird bei ihrer Sanierung leicht zurückgebaut; die Ufermauer erhält eine Vormauer aus Naturstein, sodass sie durchgehend einheitlich gestaltet ist. Die Badstrasse wird gepflästert, der Gehwegbereich betoniert.

Ziel ist es, eine Flanier-Atmosphäre zu schaffen. Der Uferweg mündet auf Höhe Ende Badstrasse zu einem Platz, der als Holzrost gestaltet wird.

Es gibt eine neue Wegbeziehung zum Oederlin-Areal. Von dort wird der Mättelisteg nach Baden führen.

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