Neue Abfahrsperre
RVBW-Chauffeure können erst abfahren, wenn Züge da sind

Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) wollen ihre Fahrzeuge mit einer Abfahrsperre ausstatten. So soll sichergestellt werden, dass Chauffeure erst abfahren können, wenn anschlussrelevante Züge angekommen sind.

Pirmin Kramer
Drucken
Teilen
12,7 Mio. Fahrgäste: RVBW-Direktor Stefan Kalt zeigt sich zufrieden mit dem Jahr 2011. Az-Archiv/Wal

12,7 Mio. Fahrgäste: RVBW-Direktor Stefan Kalt zeigt sich zufrieden mit dem Jahr 2011. Az-Archiv/Wal

Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) prüfen für ihre Busse technische Neuerungen, wie Direktor Stefan Kalt an der Generalversammlung sagte. «Wir möchten per Technik sicherstellen, dass ein Chauffeur erst dann abfahren kann, wenn anschlussrelevante Züge angekommen sind.» Ausserdem, so Kalt, könne man sich nicht vor der Hybridtechnologie verschliessen. «Wir machen bald Tests mit solchen Bussen, um herauszufinden, ob sie für uns infrage kämen. Möglicherweise ersetzen wir schon dieses Jahr einen normalen Bus durch einen Hybridbus.»

Linie 1 ist Spitzenreiterin

An der Generalversammlung der RVBW sind ausserdem neue Zahlen zum Jahr 2011 präsentiert worden. Die Busse haben im vergangenen Jahr 12 754 000 Passagiere transportiert – gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 0,5 Prozent. Die Linie 1 ist die Spitzenreiterin: 2,52 Mio. Passagiere haben 2011 den Bus benutzt, der von Würenlos über den Bahnhof Baden nach Gebenstorf verkehrt.

Knapp dahinter liegt mit 2,49 Mio. Fahrgästen Linie 2, die von Spreitenbach nach Untersiggenthal fährt. «Die Einnahmen aus dem Verkehrsertrag konnten wir damit um 8,6 Prozent steigern», sagt Corinne Gubler, Marketingchefin der RVBW. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Gesamtertrag von 31676000 Franken mit einem Unternehmensgewinn von 358000 Franken ab.

RVBW hat sich verbessert

Walter Hugentobler, Präsident des Verwaltungsrates, zeigte sich derweil erfreut über das gute Ergebnis der Umfrage zur Kundenzufriedenheit: «Wir dürfen stolz sein. Die RVBW konnte ihr Resultat gegenüber der letzten Umfrage in einigen Punkten markant verbessern.» Verbessert habe man sich zum Beispiel bei den Fahrgastinformationen zu Verspätungen.

Erfreulich entwickelt hätten sich, so Hugentobler, die Passagierfrequenzen der Linie 11 (Würenlos-Killwangen). «Rund 60000 Passagiere haben die Linie letztes Jahr benutzt. Inzwischen haben wir zu Spitzenzeiten bereits Kapazitätsprobleme.» Diese Linie befahre man mit Kleinbussen – Probleme verursache die Brücke über die Limmat, welche die Höhe der Fahrzeuge begrenze. Man versuche momentan, eine Lösung zu finden. «Eine Option wären baulichen Massnahmen an der Brücke – allenfalls könnte der Belag um einige Zentimeter gesenkt werden.» Eine zweite Option: ein Umbau der Fahrzeuge. «Man könnte die Klimaanlage am Dach abmontieren und an einem anderen Ort installieren. Die dritte Variante: Man könnte die Busse zu Spitzenzeiten mit einem Anhänger ausrüsten.

Mutationen gibt es im Verwaltungsrat: Neu in dieses Amt gewählt worden sind an der Generalversammlung Sabine Bärlocher aus Wettingen und Erik Aslaksen aus Ennetbaden.

Aktuelle Nachrichten