Ennetturgi
RVBW-Fahrgäste für einmal selbst am Steuer

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich anfühlt, einen Bus zu steuern, war am Samstag in Ennetturgi am richtigen Ort. Die RVBW luden Interessierte dazu ein, sich für eine zur Probefahrt hinter das Steuerrad zu setzen.

Jérôme Jacky
Merken
Drucken
Teilen
Markus Pfister erklärt einer Neulenkerin, wie der Bus gefahren wird. Jérôme Jacky

Markus Pfister erklärt einer Neulenkerin, wie der Bus gefahren wird. Jérôme Jacky

Am Anlass «Feel the bus», organisiert durch die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen AG (RVBW), durften sich die Teilnehmer selbst hinter das Bussteuerrad setzen. In Gruppen von etwa
8 Personen konnte man zuerst mit einem 12 Meter langen Gefährt einige Runden auf dem Platz drehen, um ein Gefühl für das ungewöhnliche Fahrzeug zu erhalten.

Als erster Höhepunkt stand das Training, den Bus in eine mit Pylonen improvisierte Bushaltestelle zu zirkeln. «Man muss mit gemächlichem Tempo in die Haltestelle fahren, den richtigen Winkel treffen und zuletzt die Position des Busses mit einem Blick in die Spiegel korrigieren.» Mit dieser und weiteren Anleitungen von Christian Bernhard, selbst Buschauffeur bei der RVBW, lenkte jeder der Teilnehmer gekonnt den Bus in die Markierung.

«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Der Parcours
10 Bilder
Stefan Kalt und sein Team
«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Markus Pfister gibt Anweisungen.
«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Der Parcours
«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Markus Pfister gibt Anweisungen.
Voll im Element
«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW
Volle Konzentration
«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Markus Pfister gibt Anweisungen.
Preisübergabe

«Feel the bus» - Fahraktion der RVBW Der Parcours

Jérôme Jacky

Als Steigerung durfte man sich auch hinter das Lenkrad des fast 19 Meter langen Gelenkbusses setzen, um zu spüren, welch Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen besteht. Als Abschluss galt es, das Fahrzeug rückwärts einzuparken, was dank den guten Ausführungen von Markus Pfister, ebenfalls Busfahrer, bestens gelang. Am Schluss der Fahrt bekam jeder Fahrer ein kurzes Feedback zu seiner Leistung und die besten wurden mit kleinen Preisen ausgezeichnet.

«Ich war mir den Dimensionen der Fahrzeuge nicht bewusst», meinte eine Neulenkerin begeistert nach ih-rer Fahrt. «Diese Länge führt auch zu etlichen Schwierigkeiten beim Einparken», fügte sie lachend hinzu. Die meisten Teilnehmer stimmten ihr zu. Ein anderer Teilnehmer zeigte sich überrascht über die Stärke der Motoren. Christian Bernhard erklärte dazu: «Unsere Busse haben zwischen 280 und 300 PS. Wir benötigen diese Stärke unbedingt, um schnell von der Stelle zu kommen.» Gerade die grosse Leistung im unteren Geschwindigkeitsbereich sei essentiell wichtig im Linienverkehr.

«Ich beschloss aufgrund der vielen Rückfragen etlicher Fahrgäste, diesen Anlass ins Leben zu rufen», erklärte Stefan Kalt, Direktor der RVBW. Die Leute würden sich stark interessieren, was es bedeute, einen Bus zu steuern. In der Tat stiess der Event auf grossen Anklang und war restlos ausgebucht. Und so dürfen wohl auch im Herbst wieder Interessierte sich hinter das Bussteuerrad sitzen und eine Probefahrt unternehmen.