Hüttenchef Benedikt Schenker hat Hunderte Stunden in den Urner Bergen verbracht und die Renovation mitverfolgt. «Jetzt lebt es sich hier noch angenehmer als vorher», sagt er.

Handlungsbedarf habe es vor allem bei der Wasserversorgung gegeben, sagt Schenker. «Bisher mussten wir das Wasser mit einer einfachen Pumpe in die Hütte führen.» Gebaut wurde darum ein Kleinwasserkraftwerk, wie Schenker sagt. «Jetzt fliesst das Wasser zuverlässig, auch im Winter.»

2009 wurde mit der Renovation begonnen. Im ersten Sommer wurde eine Terrasse mit einem Holzboden eingebaut. Mitgeholfen hätten mehrere Freiwillige der Lägern-Sektion.

Neue Küche, neue Treppe

2010 sind Technik- und Lagerräume sowie die Ostterrasse erneuert worden. 2011 ist das Innere der Steinhütte verändert worden. Neu erstellt wurde die Treppe. «Weil die Hütte als Hotel gilt, darf die Treppe nicht mehr aus Tannenholz bestehen», erklärt Schenker. Sie entspricht nun den Vorschriften des Brandschutzes. Umgebaut wurde zudem die Küche, und neu stehen den Gästen Duschen zur Verfügung.

«Die Umbauarbeiten verliefen nach Plan, aber wir mussten uns dem Wetter anpassen, das den Rhythmus bestimmt hat, sagt Schenker. So fielen in einem Juli 20 Zentimeter Schnee, was das Betonieren verunmöglicht habe.


Fast verhingerte Murmeltiere


Beobachtet haben den Umbau auch die Murmeltiere. «Sie haben sich immer wieder blicken lassen», sagt Schenker. Der vergangene Winter sei hart gewesen für die Tiere. Es lag viel Schnee, sie litten Hunger. «Aus Verzweiflung haben die Murmeltiere sogar ein Nachtzimmer-Kästchen angefressen, das wir während der Arbeiten nach draussen gestellt haben.»

Gebaut wurde die Hütte im Jahre 1909, seither wurde sie mehrmals umgebaut - in den Jahren 1911, 1930, 1964 und 1992. «Trotz der vielen Umbauten ist die Hütte noch immer heimelig», sagt Schenker. Der Gästebereich besteht nach wie vor aus viel Holz, erhalten geblieben sind auch der Kachelofen und die Kassettendecke aus dem Jahr 1909.

Rund 4000 Menschen übernachten pro Jahr in der Hütte. «Wir hoffen, dass wir dank den Umbauten die hohe Gästezahl beibehalten können», sagt Schenker.