«Der Anlass ist eine Leistungsshow. Wir zeigen vor allem Leuten, die uns weniger wahrnehmen, was wir haben und was wir dem Baumarkt bieten können», erklärte Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Merz-Gruppe, Thomas Merz, den Sinn des Firmenfestes. Doch nicht nur der Blick hinter die Kulissen war der Grund der Feierlichkeiten, die am Samstag auf dem Werkareal in Gebenstorf stattfanden. Der Familienbetrieb in vierter Generation konnte auf 100 Jahre Arbeit zurückblicken und feierte mit Besuchern, Mitarbeitern und Ehemaligen das runde Jubiläum.

Auch das «brings!» gehört dazu

1914 gründete Thomas Merz’ Urgrossvater, Albert Merz, die Kiesgrube Merz, welche sich in den vergangenen hundert Jahren von einer Kiesgrube in ein diversifiziertes Unternehmen verwandelte. Die Merz-Gruppe bietet heute nicht nur Baustoffe wie Kies- und Sandmaterial, Splitt oder Beton, sondern leistet Arbeiten im Bereich Rückbau, Aushub oder Baugrubensicherungen mit Spritzbeton und Erdnägeln. Daneben entstanden unter anderem ein Betonwerk in Gebenstorf oder die Abfallsammelstelle «brings!» in Turgi.

Den Besucherinnen und Besuchern wurden am Jubiläumsfest zahlreiche, interessante Einblicke in die Arbeit der Merz- Gruppe gewährt. Zu bestaunen gab es Erdsondenbohrungen, eine Live-Baustelle, Brecher-Vorführungen, eine Fotoausstellung, die die 100-jährige Firmengeschichte zeigte, sowie viele Fahrzeuge und Baumaschinen.

Wer seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen wollte, konnte dies auf einem Parcours als Lenker eines Raupenfahrzeugs tun. «Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, auf eine Baustelle zu gehen und eins zu eins mitzuerleben, was dort abgeht? Wir möchten den Gästen den Zugang zu Dingen ermöglichen, die im Alltag ausgeschlossen wären», sagt Thomas Merz, der seit 18 Jahren im Familienbetrieb tätig ist.

Als besonderes Highlight galt die «AirMerz», die Interessierte in der Kiesabbaustelle in Birmenstorf auf einem Lastwagen mit Flugzeugsitzen samt Piloten und Flugbegleiterinnen wie in einem Flugzeug, herumführte. «Wir sind begeistert von der originellen Idee der Fluggesellschaft Merz, mit der wir durch die Kiesgrube gefahren sind. Der Anlass ist sehr gut organisiert, informativ und interessant und die Mitarbeiter sind so freundlich», schwärmte das Ehepaar Karl und Frieda Seiler aus Würenlos beim Verspeisen ihrer Fackelspiesse.

Kinder kamen an der Feier auch nicht zu kurz. Auf sie warteten Harassenstapeln und eine Spieloase mit viel Sand und Mini-Baggern. Wem nach so vielen Attraktionen und Rundgängen der Bauch knurrte, konnte seinen Hunger mit Flammkuchen, einem Nudelgericht oder einer Wurst stillen. «In Zukunft möchten wir die Kiesversorgung sicherstellen und dafür sorgen, dass die Merz-Gruppe im Familienbesitz bleibt», sagt Thomas Merz.