Baden
Sandra Kohler über vermeintlichen PR-Gag: "Ich wollte von Anfang an Frau Stadtammann werden"

Sandra Kohler hat bis zum letzten Moment gewartet. Jetzt steht fest, dass die frisch gebackene Stadträtin beim zweiten Wahlgang der Badener-Stadtammann-Wahl antritt. Steckt eine ausgeklügelte PR-Aktion dahinter?

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Im 1. Wahlgang am 24. September erzielte Sandra Kohler 607 Stimmen – und damit das schlechteste Resultat im Vergleich mit ihren Konkurrenten Erich Obrist (1229 Stimmen) und Markus Schneider (2239 Stimmen). Trotzdem entschied sich Kohler nun dazu, auch beim zweiten Wahlgang am 26. November anzutreten.

Dass sie schon im 1. Wahlgang die wenigsten Stimmen bekam, irritiert sie nicht: "Ich wollte von Anfang an Frau Stadtammann werden", sagt Kohler in der Sendung "Fokus" auf Tele M1. Nach dem Wahlsonntag habe sie den Austausch mit der Bevölkerung gesucht und sich Zeit genommen, ihr Vorhaben zu reflektieren. "Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich immer noch Stadtammann werden möchte. Ich glaube an meine Chancen."

Aufs Herz gehört

Diese Chancen sehe sie bei jungen Wählern, oder jenen, die sich andere Ansätze wünschen. "Das sind keine traditionellen Wähler", so Kohler. "Sie sind nicht parteiorientiert sondern stark mit Baden verbunden, wollen einen neuen Drive und die neue Art von mir." Sie packe die Dinge anders an, begründet Kohler und macht auf ihre Erfahrungen in der Privatwirtschaft aufmerksam. "Ich bin überzeugt, dass ich einen wichtigen Beitrag leisten kann und das Amt des Stadtammanns gut meistern würde."

Sandra Kohler gab ihre Kandidatur erst im letzten Moment preis – mit einem ganzseitigen Inserat in der "Schweiz am Wochenende". Steckt ein ausgeklügelter PR-Gag dahinter? "Das hat nichts mir PR zu tun, ich wollte mir einfach treu bleiben und das war der Weg, der mir entspricht", antwortet die Stadträtin. Sie habe immer auf ihr Herz gehört. (ngü)

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