Baden
Sanierung im Trafo geplant – Kinogäste können Tickets per Handy kaufen

Franziska Sterk vom Kino im Trafo sagt, welcher Film in Baden letztes Jahr am meisten geschautwurde, warum die Eintrittszahlen zurückgingen – und welche Neuerungen für 2014 geplant sind.

Pirmin Kramer
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Auf der Leinwand des Badener Kino Sterk läuft schon länger keine Zigarettenwerbung mehr.

Auf der Leinwand des Badener Kino Sterk läuft schon länger keine Zigarettenwerbung mehr.

Raphael Hünerfauth

Die Kinobetreiber der Sterk Cine AG in Baden planen 2014 einige Neuerungen. Im Trafo sollen im laufenden Jahr die Kinosäle saniert werden: Beleuchtung, Sitze und Teppiche werden ausgewechselt.

Neuerungen beim Tonsystem werden noch geprüft – es könnten künftig auch Lautsprecher an der Kinodecke zum Einsatz kommen, wie Marketingchefin Franziska Sterk sagt. Neu entwickelt werden die Website und eine Applikation, die den Kauf von Tickets per Handy ermöglicht.

Zum vergangenen Kinojahr liegen nun die detaillierten Zahlen vor. In den zehn Kinosälen wurden 2013 rund 279 000 Eintritte gezählt. Im Vorjahr waren 311 500 Tickets verkauft worden.

Grund für diesen Rückgang sind gemäss Franziska Sterk in erster Linie die fehlenden grossen Hollywood-Produktionen. Im Vorjahr liess der James-Bond-Film «Skyfall» die Kassen klingeln.

Zum guten Ergebnis 2012 hatte auch «Intouchables» beigetragen. Diese beiden Filme zählen in Baden, zusammen mit «Titanic», zu den erfolgreichsten drei Produktionen der letzten 50 Jahre. Bis auf die fehlenden Topfilme sei 2013 aber ein gutes Jahr gewesen: «Die Eintrittszahl bei den Filmen auf den Rängen drei bis dreihundert war dieses Jahr höher als im Vorjahr», erklärt Sterk.

Beliebte Schweizer Filme

Meist gesehener Film in Baden war 2013 «Der Hobbit 2», vor «Frozen» und «Django unchained», bei dem Quentin Tarantino Regie führte. Angestiegen um deutliche 65 Prozent sind im letzten Jahr die Besucherzahlen bei den Schweizer Produktionen, dies vor allem dank «Achtung, Fertig, WK». Insgesamt schnitten in Baden die Familien-Filme gut ab, was möglicherweise an der hohen Anzahl Vorstellungen liege, wie Sterk sagt.

Einen Grund für den Rückgang der Eintritte insgesamt seien aber nicht allein die fehlenden Grossproduktionen. «Die Auswahl an Filmen steigt wegen der Digitalisierung jedes Jahr. Inzwischen gibt es jährlich rund 500 Premieren, sodass manche Kinogänger den Überblick verlieren.»

Nur um 2,7 Prozent zurückgegangen sind die Eintrittszahlen im Studiokino Sterk an der Bahnhofstrasse, wo Independent-Produktionen gezeigt werden. «Wir verfügen über ein äusserst treues Independent-Publikum.» Ein Plus gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Sterk-Kinobetreiber in der Gastronomie. «Die Kinobesucher konsumierten im Jahr 2013 im Schnitt mehr pro Kopf als im Jahr 2012.»