Baden
Saxofonist aus Baden darf dank eines Stipendiums nach Argentinien

Der Musiker und Komponist Christoph Gallio gewinnt ein Stipendium der Stadt Baden mit Aufenthalt in Buenos Aires. Um den Künstler zusätzlich zu unterstützen erhält er monatlich noch einen Werkbeitrag von der Stadt.

Rea Vogel
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Christoph Gallio (rechts) spielt sein Saxofon bald in Argentinien.

Christoph Gallio (rechts) spielt sein Saxofon bald in Argentinien.

ZVG

Die Kulturförderung der Stadt Baden hat ein Atelierstipendium an Christoph Gallio vergeben. Dies geschah im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der Städtekonferenz Kultur (SKK). Das Stipendium enthält einen sechsmonatigen Aufenthalt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und einen Beitrag von monatlich 2000 Franken. Damit würdigt die Stadt Christoph Gallios langjähriges und qualitativ hochstehendes Engagement, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Der Musiker und Komponist freut sich über die Auszeichnung: «Es ist eine Wertschätzung meiner Arbeit. Zudem finde ich es schön, dass auch die älteren Kunstschaffenden berücksichtigt werden», sagt Gallio.

Erfahrung hat der Badener schon viel. Er studierte Saxofon in Basel und Musik in Paris. Zudem machte er noch seinen Master-Abschluss in Transdisziplinarität an der Zürcher Hochschule der Künste. Der 53-jährige Musiker erhielt auch schon mehrere Auszeichnungen für seine Arbeit. So gewann er unter anderem 2009 einen Atelieraufenthalt in Berlin vom Aargauer Kuratorium. Im letzen Herbst stellte Gallio sein Projekt «Soziale Musik» in Baden aus. Dies ist bei seinem Aufenthalt in Berlin entstanden.

Nun erhält der Saxofonist, der musikalisch viel improvisiert, die Chance, Buenos Aires kennenzulernen. «Geplant habe ich nichts, ich gehe einfach hin und schaue vor Ort.» Diese Herangehensweise sei eine Art Feldforschung: «Ich werde mich einfach in die Musik- und Kunstszene von Buenos Aires stürzen, herausfinden, wie sie funktioniert, und an Ort und Stelle musikalische Begegnungen pflegen. Vielleicht entstehen auch neue Projekte. Ich improvisiere und lasse mich überraschen.» Ausserdem tue einem Musiker ein Kulissenwechsel immer gut: «Davon kann man nur lernen.»