Baden/Brugg
SBB-Preisschock: Die Fahrt nach Zürich wird bis zu 21 Prozent teurer

Das neue Zonensystem lässt die Preise für Zugtickets steigen. So wird eine Reise mit dem Zug von Baden oder von Brugg aus nach Zürich deutlich teurer. Dafür fällt auch der Kauf eines zusätzlichen Tram- oder Busbillets weg.

Manuel Bühlmann
Drucken
Teilen
Die Fahrt nach Zürich wird teurer. (Archiv)

Die Fahrt nach Zürich wird teurer. (Archiv)

Keystone

Wie jedes Jahr warten auch in diesem Dezember wieder zahlreiche Neuerungen auf Bahn- und Busfahrer. Einige davon sind erfreulich, andere weniger. Zu letzterer Kategorie zählen die teureren Tickets, die man ab 9. Dezember lösen muss, um mit dem öffentlichen Verkehr (öV) aus der Region Baden/Brugg nach Zürich zu reisen. Grund für die erhöhten Preise ist die Umstellung bei Einzeltickets und Tageskarten auf das Zonensystem, das bei Mehrfahrtenkarten und Streckenabos schon länger eingeführt worden ist.

Kostet ein Retourbillett von Baden nach Zürich HB bis anhin Fr. 20.80, muss künftig eine Tageskarte für 24 Franken gelöst – und damit rund 15 Prozent mehr bezahlt werden. Noch deutlicher fällt die Erhöhung auf der Strecke Brugg–Zürich HB aus: Um rund 21 Prozent steigt der Preis dort. Von Fr. 28.40 auf Fr. 34.40 (ohne Halbtax). Das klassische Retourbillett wird nach der Fahrplanänderung durch Tageskarten ersetzt, die 24 Stunden gültig sind – und zwar fürs gesamte öV-Netz der beiden Städte.

In diesem erweiterten Angebot liege denn auch der Hauptgrund für die Preiserhöhung, sagt Thomas Kellenberger, Mediensprecher des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). «Die Kunden erhalten mehr Leistungen.» Ausserdem vereinfache sich die öV-Nutzung, weil am Ausgangs- und am Zielort kein zusätzliches Ticket für Tram oder Bus gekauft werden muss. «Damit lässt sich von Tür zu Tür reisen», sagt Thomas Kellenberger. Dies sei sinnvoll, da die Reise meistens nicht am Bahnhof ende.

Einige Kunden bezahlen nun aber für eine Leistung, die sie gar nicht brauchen, da sie weder am Start- noch am Zielort Bus oder Tram nutzen. «Dies lässt sich nicht verhindern», sagt Kellenberger. Das sei durch das Zonensystem bedingt, das in den Verkehrsverbunden bereits bekannt sei und sich dort bewährt habe. Allerdings rechnet Kellenberger damit, dass ein Teil der öV-Nutzer ihre Reise in Zukunft womöglich anders planen – und «mit dem Bus statt mit dem Auto zum Bahnhof fahren wird».

Die höheren Preise von bis zu einem Fünftel – je nach Lage auf dem Zonenplan – hängen aber nicht allein mit dem Systemwechsel per 9. Dezember zusammen. «Ein Teil davon lässt sich auf die normale Preiserhöhung auf nationaler Ebene zurückführen», erklärt Thomas Kellenberger.

Überhaupt nichts ändert sich bei der Benutzung der Billettautomaten. Den Zonenplan der Verkehrsverbunde A-Welle und ZVV muss auch in Zukunft niemand auswendig lernen. Nach wie vor reicht es, den Zielort auf dem Touchscreen einzugeben – wie viele Zonen für die gewünschte Fahrt bezahlt werden müssen, rechnet der Automat dann selber aus.

Aktuelle Nachrichten