Baden
Schadenmühleplatz wird zur Manege: Circus Monti schlägt die Zelte auf

Erstaunlich ruhig geht es zu und her, wenn die Mitarbeiter des Circus Monti die Zelte aufschlagen. Mediensprecher Stefan Gfeller erklärt: «Die Verankerungen für die Zelte sind schon im Boden. Die Kompressoren werden deshalb nicht mehr gebraucht.»

Stefanie Suter
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Der Aufbau des Vorzeltes ist schon weit fortgeschritten
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Mit Seilwinden in den Masten wird die Zeltplane langsam hochgezogen
Das ist die Seilwinde (oben) und der Motor
Circus Monti schlägt Zelte auf Schadenmühleplatz in Baden auf
Mitarbeiter rollen die Plane auf
Dieser Wagen transportiert das Zeltplane und die Stangen
Hier sind Muskeln gefragt
Mit der Seilwinde (links oben) wird das Dach gespannt
Noch fehlen die Inneneinrichtung und die Zeltwände

Der Aufbau des Vorzeltes ist schon weit fortgeschritten

Stefanie Suter

Seit 6.15 Uhr laufen die Arbeiten. Das Dach des Vorzeltes ist bereits aufgestellt, vom grossen Zelt mit der Manege stehen erst die vier Masten.

Auch als die Mitarbeiter die Zeltplane für das grosse Zelt aufspannen, kommt kein Lärm auf. Nur zwei Mitarbeiter sind nötig, um zu überwachen wie die Zeltkuppel und die Plane vom Transportwagen in die Höhe gezogen werden. «Früher kamen dabei Traktoren zum Einsatz», sagt Gfeller. «Heute übernehmen Seilwinden und leise Motoren, die sich in den vier Masten befinden, die Arbeit.»

Ganz ohne Lärm und Traktoren geht es dann doch nicht: Während die Zirkusleute mit einem «Hauruck» das Zeltdach in alle Richtungen ausrollen und befestigen, rattert ein Traktor in die Manege. Er fährt einen kleinen Wagen mit dem Material für die Inneneinrichtung unter das Zeltdach und zieht den grossen Wagen raus, auf dem sich die Zeltplane befand. Der kleine Wagen wird am Schluss zu einem Bestandteil der Bühne.

Geplant ist, bis 12.30 Uhr mit dem Aufstellen fertig zu sein. «Heute könnte es aber noch etwas länger dauern, da es erst der fünfte Aufbau in diesem Jahr ist», sagt Tobias Muntwyler, dessen Familie den Circus Monti leitet. Und Gfeller ergänzt: «Ein grosser Teil des Teams ist neu – sie müssen sich zuerst einspielen.»

Was aber auffällt, sind die vielfältigen, sehr starken Fähigkeiten der Artisten.
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Was aber auffällt, sind die vielfältigen, sehr starken Fähigkeiten der Artisten.
Besenjonglage mit Robert James Webber.
Nicola Muntwyler, Enkel des Circus-Gründers und Aime Morales (rechts).
Johannes Muntwyler jongliert mit den Ringen.
Die Schlangenfrau.
Zum 30. Geburtstag hat sich der Circus Monti seine Lieblings-Künstler ausgewählt.
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Was aber auffällt, sind die vielfältigen, sehr starken Fähigkeiten der Artisten.

Alex Spichale

Die Zelte auf dem Schadenmühleplatz aufzuschlagen kommt jedes Jahr einer logistischen Meisterleistung gleich: Die Wohnwagen, Traktoren und Lastwagen sind rund um die Manege auf engstem Raum angeordnet – jeder Zentimeter wird ausgenutzt. «Der Zirkusplatz dürfte nicht kleiner sein», meint Gfeller. Aber die engen Platzverhältnisse trüben die Vorfreude nicht: «Wir sind sehr gerne in Baden», sagt er. «Die Vorstellungen sind immer gut besucht – wir spüren, dass die Badener den Zirkus mögen.»

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